Dienstag, 25. Dezember 2012

So frei wie ihr?: Hatice lebt zwischen zwei Welten von Marliese Arold

Allgemeines:
Titel: So frei wie ihr?: Hatice lebt zwischen zwei Welten
Autor/-in: Marliese Arold
Form: Taschenbuch(176 Seiten)
Verlag: Fischer
Erscheinungsjahr: 2007
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-3-596-80754-3

Klappentext:

Darf ich das?

Hatice ist verwirrt. Immer wenn sie an Kenan denkt, fängt ihr Herz an, laut zu klopfen. Ist sie etwa in ihn verliebt? Dabei weiß Hatice genau, dass ihre Eltern nie damit einverstanden wären. Aber dann sieht sie an ihrer Freundin Tülay, dass es türkische Mädchen gibt, die viel freier leben als sie. Und warum soll sie sich nicht auch verlieben dürfen?
Inhalt:
Hatice ist ein türkisches Mädchen, welches in Deutschland lebt aber in einer sehr traditionellen Familie aufwächst. Sie trägt ein Kopftuch und darf keine Körperbetonten Sachen anziehen. Von ihren Mitschülern wird sie meist gehänselt und niedergemacht. Aufgrunddessen kommt es, dass Hatice sich fragt, warum sie sich nicht auch so kleiden und verhalten darf wie andere Mädchen. Ihre Eltern legen viel wert auf Ehre und haben bereits eine von Hatices Schwestern verstoßen, da sie einen deutschen Freund hatte. Doch Hatice, die bisher immer geglaubt hat, dass alles was ihre Eltern sagen richtig sei, fängt an zu verstehen, warum ihre Schwester sich so verhalten hat. Sie gerät in einen Zwiespalt, doch dann trifft sie auf Tülay, die ebenfalls Türkin ist, aber sehr viel freier erzogen wurde als sie. Tülay hilft Hatice mehr aus sich selbst herauszukommen, doch als sich Hatice in Kenan, Tülays Bruder verliebt, zweifelt sie immer mehr an sich selbst, weil sie weiß, dass ihre Eltern dass nicht dulden würden. Doch Hatice wird angeschwärzt und die Eltern sperren sie ein. Sie darf nicht einmal in die Schule gehen, geschweige denn Kenan oder Tülay sehen. Doch Tülay will ihrer Freundin helfen und schaltet eine Sozialarbeiterin ein, die bereits Hatice Schwester geholfen hat....

Meinung:
Ich hab mir dieses Buch gekauft, da ich sehr gerne Geschichten aus dem wahren Leben lese und mich gerne in andere hineinversetze und neues kennenlerne. Als ich es dann in den Händen hielt war ich sehr gespannt auf dieses Buch, habe mir viel davon versprochen und wurde auch nicht enttäuscht. Das Buch war leicht zu lesen und war sehr fesselnd, so dass man einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Es gab jetzt keine spannenden Höhepunkte, aber der rote Faden war vorhanden. Von den Charakteren mochte ich besonders Hatice selbst sehr gerne, da ich mich gut mit ihr identifizieren konnte(auch wenn ich keine Türkin bin und meinen Eltern öfter wiederspreche) und der Umgang mit fremden Menschen mir genauso wie ihr sehr schwer fällt. Sie ist halt sehr Schüchtern. Tülay hingegen hatte mehr Selbstbewusstsein und wusste was sie darf und was nicht. Und vorallem Kenan mochte ich sehr, das war halt so ein typischer netter Junge von nebenan. Im Allgemeinen mochte ich die Charaktere also allesamt sehr. Außer Murat, den Bruder von Hatice, das ist halt so ein Obermotz der alle herumkommandiert. Von dem hat man nicht einmal einen sympathischen Satz gehört. Im großen und ganzen ist dieses Buch eine gute Weise zu sehen, wie es ist und wie es sein kann. Während Hatice streng nach türkischem Glauben erzogen wurde, ist Tülay ein Mädchen wie jedes andere. Sie trägt Tops und kurze Hosen und hat sogar einen deutschen Freund. Und ihre Eltern finden das vollkommen in Ordnung. Auf der anderen Seite darf Hatice nicht einmal auf Klassenfahrt fahren, wenn Jungs dabei sind.. Man halt also eine gute Veranschaulichung wie türkische Familien in Deutschland sind oder sein können. Das Buch war schön zu lesen und man konnte gut mitfühlen.


Gestaltung:
Ich weiß nicht genau wen das Cover darstellen soll. Vielleicht Tülay, vielleicht aber auch eine Art Darstellung, wie Hatice gerne wäre. Trotzdem finde ich es sehr schön, ich mag vorallem das Gebäude oder die Überdachung die abgebildet ist. Was mir am Buch  selbst nochmal gut gefallen hat, war der Anhang, wo alle türkischen Begriffe die im Buch vorkamen erklärt wurden so wie zum Beispiel das Zuckerfest. Man konnte halt nachlesen, wenn man etwas nicht verstanden hat.

Fazit:
Ein sehr schönes Buch was mir, so denke ich zumindest, geholfen hat unsere türkischen Mitmenschen ein bisschen besser zu verstehen. Die Geschichte war sehr schön, wenn auch manchmal dramatisch. Allerdings ist es nichts, was man gelesen haben muss und aufgrund seiner Seitenzahl ist es mehr ein Buch für zwischendurch. Deshalb...

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