Montag, 1. April 2013

Der Menschenmacher von Cody McFadyen

Allgemeines:
Titel: Der Menschenmacher
Autor/-in: Cody Mcfadyen
Form: Taschenbuch(605 Seiten)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-404-16775-3

Klappentext:
Mein Name ist David. Wir sind zu dritt.
Meine Schwester Allison, mein Bruder Charlie und ich.
Wir sind schon lange in diesem Haus, aber wir dürfen es nicht verlassen. Dad hat es verboten.
Er ist nicht unser richtiger Vater, aber er will, dass wir ihn so nennen. Es ist besser, wenn wir tun, was er sagt.
Sonst wird er böse und dann tut er uns sehr weh,
Doch das wird bald aufhören.
Denn heute werden wir Dad töten.

Inhalt:
David, Allison und Charlie sind die Adoptivkinder von Robert Gray. Er sperrte sie in sein Haus und wollte dass sie "evolvieren", sich weiterentwickeln und zu "Übermenschen" werden, etwas dass größer ist als der Mensch. Er schlug sie und traumatisierte sie fürs Leben. Bis sie ihn töteten und frei waren. David ist mittlerweile Schriftsteller, Allison arbeitete fürs FBI und Charlie zerstört Kinderbordelle und Ähnliches.
Doch eines Tages bekommen sie alle eine DVD von einem unbekannten Mann, der für sie wichtige Menschen entführt hat und mit deren Verletzung droht, wenn die drei nicht gewisse Aufgaben lösen.
Kurz zuvor erhält David eine Karte mit dem Wort "Evolviere". Die drei machen sich auf die Suche nach Zusammenhängen zwischen ihrem Dad und dem Entführer. Wer steckt hinter all dem und was will er eigentlich?

Meinung:
Wenn ich mich nicht irre, habe ich bisher jedes Buch des Autors gelesen und das hier war mit Abstand das Schlechteste(es gab zuvor auch gar keins, fairer Weise erwähnt). Man hat erst einmal einen spannenden Prolog in dem eine Frau gekidnapped wird, welche erfährt man erst am Ende des Buches. Dann lernt man David kennen, wie er gelebt hat, bevor er mit sechs Jahren adoptiert wurde. Total süß und traurig. Dann macht man einen Sprung in die Gegenwart, also wo sie erwachsen sind etc. Man fängt, glaube ich mit Charlie an. Übrigens mochte ich ihn und Phoung am meisten. Da ist es auch tatsächlich noch interessant und es macht neugierig. Auch bei Allison ist das noch ein wenig der Fall, bei David wird es allerdings nur noch langweilig. Irgendwann kam dann auch der Zeitpunkt, wo es in die Vergangenheit ging, ihre Zeit bei Dad etc. Okay, klingt spannend, aber für mich hat das Buch erst nach dreihundert Seiten wieder an Reiz bekommen, mittendrin war es so langweilig und langziehend. Es war zu detailreich, zu ausgeschmückt meiner Meinung nach. Natürlich möchte ich etwas über die Protagonisten erfahren, aber das war way to much. Ich habe mich durchgequält, da ich nie gerne ein Buch abbreche, dafür bin ich zu neugierig. Aber dieses Buch hat so ein paar richtige Dämpfer bekommen. Das Ende zum Beispiel war sowas von blöd. Der Epilog war zwar schön und gut, ich musste sogar lächeln, aber das Ende und die ganzen Wendungen kurz davor, die waren einfach nur grottig. Mir war bewusst, dass dieses Buch nicht so gut wie eines aus der Smoky Barret-Reihe sein würde, aber das es wirklich so schlecht ist, hätte ich nicht gedacht. Zu verzwickt, zu langatmig und undurchschaubar im Sinne, dass man die Übersicht verliert.

Zitate:

"Liebe ist eine Art Musik. Man kann sie singen, man kann sie spielen, man kann dazu tanzen. Sie füllt Räume und Konzertsäle, Herzen und Köpfe, und sie ist überall. Es gibt so viele Musikrichtungen, wie es Menschen gibt. "

"Jeder Mensch weiß tief im Innern, dass es einen Kummer gibt, der zu groß ist, zu überwältigend, um ihn ertragen zu können."

"Liebe ist eine Blume, hatte David einmal geschrieben. Die einzige Blume, die überall wächst, zu jeder Jahreszeit. Sie wächst unter Wasser, sie wächst im Schnee, und wenn Menschen auf der Sonne leben könnten, würde sie auch dort wachsen."

"Verstehst du denn nicht, David? Der normale Verrückte plumpst nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen aus dem Mutterleib."
Allison

Gestaltung:
Im Ernst, wenn das Buch vor einem liegt und man dem Kerl in die Augen schaut, da läuft einem schon so ein Schauer über den Rücken. Also, es ist ziemlich passend, meiner Meinung nach. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ich find es gruselig.


Fazit:
Dieses Buch wird nur der Vollständigkeit halber in meinem Regal bleiben. Mehr ist es mir nicht wert. Und ich weiß auch, dass ich es höchst wahrscheinlich nie wieder lesen werde. Dazu war es einfach zu fade. Tut mir leid, einfach nur eine herbe Enttäuschung. Da es aber doch einen relativ guten Anfang hatte, bekommt es noch liebevolle zwei Schmetterlinge.

Ich beeil mich mit Schattenblüte, ja?
:*

Kommentare:

  1. Hallo Linda,
    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und gleich mal Leser geworden. Ich finde die Bücher von Cody McFadyen wirklich toll, aber kann deiner Rezension nur zustimmen. Es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass ich es gelesen habe, aber ich habe mich auch sehr schwer getan, es zu lesen. Das Thema rund um das Buch war sehr interessant, aber die Spannung wurde arg durch die Details abgebrochen. Es war mal etwas anderes, aber ich freue mich sehr auf den neuen Smoky ;) Das kann Cody besser ;)

    LG Jens
    http://jens-niemeyer.blogspot.de/

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    1. Hallo.
      Erstmal danke für das Kommentar. Habe mich sehr gefreut.
      Ja, ich mag die Smoky-Bücher auch total und kann es kaum abwarten, bis der neue Band als Taschenbuch rauskommt. Aber von diesem war ich wirklich sehr enttäuscht. Ich wusste zwar, dass es nicht so gut wie die anderen Bücher sein soll, aber so schlecht hätte ich es nicht erwartet. Definitiv etwas, dass ich nicht mehr lesen werde. Aber es freut mich, dass ich mit meiner Meinung nicht ganz alleine dastehe. :)

      LG Linda

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