Donnerstag, 9. Mai 2013

Die Therapie von Sebastian Fitzek

Allgemeines:
Titel: Die Therapie
Autor/-in: Sebastian Fitzek
Form: Taschenbuch (332 Seiten)
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2010
Preis: 3,99 €
ISBN: 978-3-426-50752-0

Klappentext:
Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche.
Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen.
Ihr Schicksal bleibt ungeklärt.
Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird ...

Inhalt:
Als die Tochter von Victor Larenz spurlos verschwindet, gerät seine Welt aus den Fugen. Vier Jahre später ist Dr. Larenz auf Parkum und trifft auf eine Frau, Anna Spiegel, die meint schizophren zu sein und sich von ihm behandeln lassen will. Sie sei Kinderbuchautorin und ihre Charaktere würden zum Leben erwachen und sie verfolgen. Larenz, der eigentlich nicht mehr praktiziert, hegt Interesse an dem Fall und nimmt ihn an. Besonders Interessant wird es dann, als Anna von einem Mädchen erzählt, das haargenau zu Larenz' Tochter zu passen scheint. Dr. Larenz beginnt zu hoffen, dass er so herausfinden könnte, was mit seiner Tochter geschehen ist. Doch die geheimnisvolle Frau scheint nicht die zu sein, als die sie sich ausgibt.

Meinung:
Als ich dieses Buch zugeschlagen habe, war ich so fassungslos, dass es erstmal dauerte bis mein Mund seine O-Form aufgegeben hat. Es fängt relativ ruhig an, was dem Ganzen eine gewisse Spannung verleiht. Man merkt, dass Viktor sehr mit seinem Kopf bei Josy hängt, völlig verständlich natürlich. Er wirkt verzweifelt, depressiv und kann sich kaum konzentrieren. Man versteht seine Gefühle und kann sie weitestgehend nachempfinden (was natürlich nicht leicht ist bei dieser Thematik). Anna bin ich sehr skeptisch gegenüber getreten. Sie ist ziemlich aufdringlich und deswegen auch wieder Interessant. Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ging flüssig runter, es wurde kaum fachchinesich gesprochen (immerhin ist er Psychiater).
Auch die Atmosphäre des Buches hat sehr gut gepasst, das Wetter auf dem Cover hat haargenau gepasst. Das Ende des Buches hätte ich niemals erwartet, auch wenn man eine leise Vermutung hatte, glaubte man an gewissen Stellen richtig zu liegen, lag aber in Wahrheit doch falsch. Dieses Ende hat mich richtig von den Socken gehauen, es war so grandios. Noch in der Nacht musste ich an dieses Ende denken und wollte am liebsten sofort den nächsten Fitzek-Thriller lesen.

Zitate:

"Und Sie glauben, dass ich etwas mit dem Verschwinden Ihrer Tochter zu tun habe? Sie haben es nicht begriffen, nicht wahr? Sie haben es tatsächlich nicht begriffen."
Anna

Gestaltung:
Perfekt! Geheimnisvoll und passend. So hat man sich das Haus auf Parkum vorgestellt. Atmosphärisch ist es aufjedenfall.

Fazit:
Der Mai ist voller guter Bücher. Dieses hat mich vom Hocker gehauen. Nun gut, ich bin kein Thriller-Experte, da die einzigen Thriller die ich bisher gelesen habe, die von Cody Mcfadyen waren (den einen Arena-Thriller ausgenommen). Umso grandioser finde ich dieses Buch, welches ich so in der Art noch nicht gefunden habe.
Es geht nicht anders, ich muss diesem fantastischen Buch die volle Punktzahl geben.
Info:
Die Filmrechte an dem Buch kaufte die Odeon Film AG. Allerdings gibt es bisher keine näheren Infos diesbezüglich.

Was für ein Buch!

LG
Linda

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen