Dienstag, 28. Mai 2013

Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten von Jenny-Mai Nuyen

Allgemeines:
Titel: Nocturna - Die Nacht der gestohlenen Schatten
Autor/-in: Jenny-Mai Nuyen
Form: Taschenbuch (542 Seiten)
Verlag: cbt Fantasy
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 12,00 €
ISBN: 978-3-570-30544-7

Klappentext:
"Es war alles schwarz. Dann schwebte etwas Rotes aus der Finsternis - ein Buch. Jemand tauchte seine Feder in ein Fläschchen voll dunkler, dicker Flüssigkeit. Er hörte das Kratzen der Feder auf dem Papier, spürte, wie es alles aus ihm herauslockte, seine Erinnerungen aufsaugte und einfing."

Sie rauben den Menschen ihre Vergangenheit, um daraus Bücher von magischer Schönheit zu schaffen - die Nocturna. Seit sie Tigwid, den Dieb, bestohlen haben, sucht er nach dem Mädchen, das mit Tieren spricht und auf Rache sinnt. Sie allein, so besagt eine Prophezeiung, kann die düstere Macht der Nocturna brechen.

Inhalt:
Apolonia Spiegelgold, die Tochter eines verrückt geworden Buchhändlers lebt bei ihrer Tante und ihrem Onkel und sinnt auf Rache an den Mördern ihrer Mutter. Vampa, ein Boxer aus Eck Jargo, der unsterblich zu sein scheint. Und Tigwid, ein Junge dessen Erinnerungen gestohlen wurden. Sie alle verbindet etwas. Alle suchen etwas, Vampa und Tigwid ihre Erinnerungen, Apolonia die Mörder ihrer Mutter. Dabei stoßen sie auf die "Dichter" Menschen mit besonderen Fähigkeiten die den Menschen ihre Erinnerungen stehlen und diese in Blutbücher schreiben. Sie sind Motten, besonders begabte Menschen und sie wollen Apolonia auf ihre Seite ziehen, notfalls auch ohne ihre Erinnerungen. Die Kinder müssen fliehen, werden jedoch währenddessen getrennt. Tigwid gerät in die Hände des "Treuen Bund der Kräfte", den Feinden der Dichter. Tigwid schließt sich ihnen an, doch zur selben Zeit schaffen es die Dichter, Apolonia auf ihre Seite zu ziehen. Ein erbitterter Kampf, der bereits Jahre andauert scheint endlich sein Ende zu finden ...

Meinung:
Der Anfang war echt zäh. Es war zwar interessant, aber trotzdem irgendwie langweilig. Die nötige Spannung hat meiner Meinung nach gefehlt. Es wurde ständig zwischen den drei Protagonisten gewechselt, so dass man nicht wusste, wo der Zusammenhang zwischen ihnen bestand und sie besser kennen gelernt hat. Dann haben die ersten sich kennen gelernt und es wurde etwas interessanter. Allerdings war das, was mich zum weiterlesen bewegt, immer noch nicht vollständig vorhanden. Nach und nach wurde es immer spannender und am Ende war es kaum noch auszuhalten. Tatsache, ich hätte fast wieder geweint am Ende. Das Ende war wirklich grandios und besser hätte ich es mir für dieses Szenario nicht ausmalen können. Die Charaktere mochte ich eigentlich durchgehend, obwohl mir Apolonia manchmal etwas sehr auf die Nerven ging mit ihrer hochnäsigen Art. Sie kommt halt aus einem reichen Haus und das Buch spielt nicht in der heutigen Zeit sondern eher so am Anfang des 20. Jahrhunderts, glaube ich. Aufjedenfall sind sich die Zeiten aus "Nocturna" und der Edelstein-Trilogie sehr ähnlich, denke ich. Das Buch wurde gegen Ende immer besser, auch wenn die Story schon von Anfang an gut war, da es diese einfach noch nie gegeben hat. Die Geschichte ist richtig cool und nicht irgendwo abgekupfert. Höchst interessant und individuell.

Zitate:

"Ich bin kein Kind mehr, du hast recht. Aber das muss ich nicht mit einem schönen Kleid beweisen, sondern mit meiner geistigen Überleg...-Beeil dich doch, ich stehe bloß auf einem Bein!"
Apolonia

"Weißt du, ich wollte schon immer mal ein Kleid klauen. So ein schönes... äh... mit Rüschen und Spitze und... mit dazu passenden Strümfen. Hab gehört, die sind höchst angenehm zu tragen. Und dazu noch eins von diesen Korsetts, damit auch ich endlich mal so 'ne richtig schlanke Taille hab."
Tigwid

"Ihr Gesicht mit den Augen, die nur auf ihn gerichtet waren und das Nichts in ihm durchbrachen."
Vampa

"Das Leben selbst ist bedeutungslos, Apolonia. Erst das, was wir mit unserem Leben anfangen, bestimmt seinen Wert."
Jonathan Morbus

Gestaltung:
Das Cover finde ich sehr passend, durch die Feder und die Blutspritzer ist das alles sehr gelungen und auch die dunkle Farbe gefällt mir sehr gut. Zu den Kapiteln lässt sich sagen, dass am Anfang immer eine Motte abgebildet war, in rot. Das mochte ich irgendwie. Und bestimmte Textpassagen waren in rot geschrieben, z. B. wenn Apolonia, sie konnte mit Tieren reden, ihre Gabe eingesetzt hat. Das war mal was anderes.

Fazit:
Ein eigentlich sehr gutes Buch, was sich am Anfang echt wirklich extrem lang gezogen hat meiner Meinung nach. Doch je weiter man kam, desto spannender wurde die Geschichte und schlussendlich bin ich froh, mich hindurch gequält zu haben. Und weil ich mich nicht vollends entscheiden konnte, gibt es 4,5 Schmetterlinge.

Und ein gaaaaaaaaanz großes SORRY! Letzte Woche kam leider überhaupt nichts und in nächster Zeit wird es wohl auch wieder was spärlicher. Klausurenzeit.

LG
Linda

1 Kommentar:

  1. Ich bin grad über Facebook auf deinen Blog gestossen und ehrlich gesagt finde ich deine Rezensionen toll, zumindest die, die ich jetzt gerade gelesen habe.
    In mir hast du auf jeden Fall einen neuen Leser gefunden. :)

    LG Shou

    AntwortenLöschen