Sonntag, 9. Juni 2013

Für immer die Seele von Cynthia J. Omololu

Allgemeines:
Titel: Für immer die Seele
Autor/-in: Cynthia J. Omololu
Form: Hardcover (381 Seiten)
Verlag: Dressler
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 17,95 €
ISBN: 978-3-7915-1505-2

Klappentext:
Stell dir vor, es gibt nicht nur ein Leben ...

"Da steht er und blickt mich mit den gleichen Augen an, die ich an jenem kalten, grauen Morgen vor so langer Zeit sah. Mein Herz rast wie wild. Ein dicker Kloß sitzt in meiner Kehle. Seine Worte. Seine Berührungen. Seine Fürsorge. Alles Lüge"

Inhalt:
Cole, ein ganz normales Mädchen, scheint verrückt zu werden. Ständig wird sie ohnmächtig und hat Visionen von Menschen, die sie nie gesehen hat. Menschen, die vor hunderten von Jahren lebten. Doch dann trifft sie auf Griffon. Er erklärt ihr, was es mit dem ganzen auf sich hat. Cole ist eine Akhet, eine Person, die sich an ihre vorherigen Leben erinnern kann. Was sie sieht, ist also etwas, was früher einmal wirklich geschehen ist. Doch Griffon warnt sie, dass es auch bestimmte "Rächer" gibt, die nach Rache für etwas trachten, was früher geschehen ist. Und eine Person aus Coles Umfeld, könnte genau so ein Rächer sein ...

Gestaltung:
Ich finde ja das Cover sehr hübsch, vor allem durch dieses gezeichnete und auch die Schmetterlinge (Symbol für unbeständiges Glück), die dem ganzen so ein bestimmtes Flair verleihen. Es strahlt für mich so etwas Vergängliches aus, was ziemlich im Widerspruch zum Buch steht.

Meinung:
Ich hatte keine Probleme mit dem Einstieg in das Buch, man wird ziemlich schnell mit Coles Visionen konfrontiert. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat war, dass es manchmal so rüber kam, wie als wäre es für sie etwas vollkommen normales. Auch Griffon lernt man schnell kennen und danach geht es eigentlich ziemlich schnell. Klar, er ist der männliche Protagonist, was wäre ein Jugendbuch ohne Liebesgeschichte? Hier der nächste Punkt, den ich nicht nachvollziehen konnte. Cole sieht in und schwupps, sie bekommt ihn nicht mehr aus dem Kopf. Okay, verknallt sein schön und gut, aber das ging mir einfach zu schnell. Dann die Sache mit den Akhet, die anscheinend super selten sind. Dafür sind aber ziemlich viele in Coles Umgebung. Die Atmosphäre des Buches war okay und letzendlich so spannend, dass ich es auf den 40 letzten Seiten nicht mehr aus der Hand legen konnte. Auch der Schreibstil war sehr leicht zu lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Die Emotionen wurden sehr gut rüber gebracht und die meisten Charaktere sind mir auch sympathisch gewesen, aber es gab so Situationen, da hätte ich Cole am liebsten das Buch um die Ohren geworfen. Da hab ich einfach nicht verstanden, was in sie gefahren ist. Naja, weitestgehend konnte man es ja mit ihr aushalten.

Charaktere:

Cole: Eine unglaublich begabte Cellistin, die mir manchmal etwas zu naiv und leichtsinnig war. Ich mochte sie zwar, ihre Naivität war manchmal auch recht süß, aber es gab Momente, da hat sie es einfach übertrieben. Sie versucht mit dem klar zukommen, was mit ihr passiert, und glaubt Griffon zu Beginn kein Wort. Ja, sie war eigentlich ziemlich sympathisch, obwohl sie so ein Wunderkind ist. Ich weiß nicht genau wie ich das genau beschreiben soll, ich hab mit ihr mitgelitten und sie manchmal auch für ihre Dummheit verflucht. Ich glaub das ist so 'ne Hassliebe.

Kat: Cole's große Schwester, die einfach mega oberflächlich und eitel rüber kam und mir überhaupt nicht gefallen hat. Es wirkte immer so, wie als würde sie sich für ihre Schwester schämen und sie mehr als Loser betrachten und sowas mag ich einfach überhaupt nicht. In High-Heels und nur aufs shoppen aus, gefiel sie mir einfach nicht.

Griffon: Der Loverboy in der Geschichte, den ich zwar gut leiden konnte, aber der mir einfach zu perfekt war. Er hatte kein Manko und nichts, was es zu bemeckern gäbe. Genau das hat mich gestört, so wollte ich doch keinen menschlichen Edward Cullen haben. Trotzdem mochte ich ihn, er spielt sich als Beschützer auf und versucht immer, Cole zu unterstützen.

Veronique: Eine Schülerin von Cole, die nicht ganz so begabt ist wie sie. Aber Veronique hatte so eine offene und fröhliche Art, die ich einfach liebenswert fand. Sie wird zwar wie ein Model beschrieben, führt sich aber keineswegs so auf. Das gefiel mir. Und sie war nicht perfekt, sie war manchmal einfach ZU nett, dass man doch etwas misstrauisch gewesen ist. Aber ihre lebensfrohe Art mochte ich halt einfach.

Rayne: Cole's beste Freundin und die Einzige, die keine Akhet ist, aber trotzdem eingeweiht ist. Ich fand sie richtig cool und humorvoll, sie war ebenfalls lebensfroh, nicht zimperlich und konnte ganz offen auf Leute zugehen. Das mag ich immer. Außerdem glaubt sie an dieses ganze Zeug von wegen Schicksal und so, weswegen sie auch von Cole's Visionen erfährt und sich mit ihr auf die Suche nach Informationen macht. Keine beste Freundin, die dich für verrückt erklärt, sondern die dir um den Hals fällt und beglückwünscht, dass du deine Skepsis überwunden hast.

Zitate:

"Solche Gefühle sind nichts Neues, aber bisher habe ich sie immer ignoriert. Vielleicht sind es Hinweise darauf, wer ich einmal war - oder einmal sein werde."
Cole

Fazit:
Auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit Cole war, so mochte ich sie und den Großteil der Charaktere doch sehr. Genug zumindest, um zu sagen dass ich auch den 2. Teil lesen werde. Die Idee mit den früheren Leben kannte ich so noch nicht und die Idee gefiel mir wirklich sehr, immerhin mag ich so historische Sachen meist. Das Ende hat mich dann tatsächlich so gefesselt, dass ich es unbedingt zu Ende lesen musste.
Obwohl das Ende so gut war, reicht es nicht ganz an die maximal Punktzahl.
Daher vergebe ich für dieses Buch vier von fünf Schmetterlingen.

Mein Dank geht an die Buchhandlung Windrose, die mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.

So Leuts, der Blog wird für die kommende Woche vorläufig auf Eis gelegt. Wenn ich es schaffe, blogge ich natürlich trotzdem was, bzw. ich hab noch was in petto.

Wünscht mir Glück!

Liebe Grüße
Linda

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