Mittwoch, 19. Juni 2013

Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner von Edward Kelsey Moore

Allgemeines:
Titel: Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl's Diner
Autor/-in: Edward Kelsey Moore
Form: Hardcover (446 Seiten)
Verlag: Limes
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-8090-2623-5

Klappentext:
Eine tiefe Freundschaft, eine große Liebe und gute Geister, die das Leben einmalig machen.

Es waren einmal in den Südstaaten ein kleines Restaurant und drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Odette, die vor nicht Angst hat und gerne mit der verstorbenen Mrs Roosevelt plaudert.

Clarice, die alles nur aus Liebe tut und sich dabei fast selbst verliert.

Barbara Jean, die alle Regeln bricht und darüber endlich das Glück findet.

Doch nur zusammen sind sie vollkommen und können sich den Überraschungen des Lebens stellen ...

Gestaltung:
Das Cover finde ich sehr schön, man sieht die drei Frauen um die es geht und den warmen Hintergrund finde ich gelungen. Es passt sehr schön und hat trotzdem eine Art "Retro" Flash.

Meinung:
Das dritte Buch, welches ich auf meinem Blog rezensiert habe, war "Grüne Tomaten". Ich hab das Buch geliebt und gehofft, dass dieses vielleicht genauso gut wird. Es hat mir sehr gut gefallen, aber dieser kleine Funken hat gefehlt, der es "Grüne Tomaten" ebenbürtig macht. Allerdings gab es hier diesen Übernatürlichen-Flair, da Odette Geister sehen konnte. Das gefiel mir sehr gut und es hat oft Witz in die Sache gebracht. Die drei Protagonistinnen haben abwechselnd die Geschichte erzählt, was mitunter leider sehr verwirrend war. Und es waren direkt zu Beginn so viele Namen, dass ich gar nicht wusste, wer zu wem gehört. Das hat sich zwar nach einer Weile gelegt, aber ein leichter Einstieg war es nicht. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und nicht so verwirrend, wie man vielleicht annehmen mag. Es gab viele Rückblicke, die Damen sind so um die 50 - 60 Jahre alt nehme ich an. Man hat direkt zu Beginn erfahren, wie ihre Leben begonnen haben, was ihre Besonderheiten sind etc. Aber das Buch hat mich gepackt, ich habe bis zum Schluss mitgefiebert und mich am Ende so über das "Wunder" gefreut, ich konnte das Strahlen nicht von meinem Gesicht wischen. Durch meine Klausuren habe ich in der Woche nur so um die 20 Seiten gelesen, aber als ich dann dazu kam es mal länger in der Hand zu halten, konnte ich es kaum weglegen. Tatsächlich war es sehr spannend und man hat die drei bzw. zwei (eine mochte ich nicht so) sehr ins Herz geschlossen. Ich zumindest wollte so schnell wie möglich weiterlesen, damit ich weiß, wie es mit den Dreien weitergeht und was als nächstes passiert. Auch waren mir die meisten Charaktere sympathisch, aber es gab auch wenige die ich nicht mochte. Und leider waren es so viele, dass ich mich wirklich nur auf die drei Hauptpersonen beschränken möchte.

Charaktere:

Odette: Diejenige, die ich am allermeisten mochte und die, die einfach die "weise Ratgeberin" war. Obwohl sie sehr schlagfertig und furchtlos war, war sie trotzdem die Bodenständige fand ich. Aufjedenfall hatte sie irgendwie so etwas nettes an sich, was ich einfach toll fand. Weiß gar nicht, was ich sagen soll. Sie war einfach, ja, sie hat niemanden im Stich gelassen und ihr war egal, was andere über diese Person gesagt haben. Das mochte ich halt.

Clarice: Bei ihr bin ich zwiegespaltener, sie war oberflächlicher und gehässiger. Ich weiß nicht ganz, ob ich sie mag oder nicht. Sie hat sich ihrem Ehemann unterworfen und sich selbst nicht ernst genug genommen. Auch hat sie viel auf das Gerede der Anderen gegeben und immer so getan, wie als sei alles in Ordnung. Nicht einmal ihre besten Freundinnen, wussten von ihren Problemen und sie wirkte mitunter sehr depressiv. Ich konnte ihr Verhalten sehr oft nicht nachvollziehen und war mitunter echt fassungslos über diese Frau.

Barbara Jean: Hm, ich mochte sie. Sie hat irgendwie ihr eigenes Ding gemacht und viel Mist gebaut. Aber sie hat auch Reue gezeigt. Aber sie ist auch am meisten auf die schiefe Bahn geraten und hat durch ein schlechtes Gewissen, nur noch mehr Mist gemacht. Barbara Jean wirkte zunächst (in der Vergangenheit) sehr schüchtern und ruhig und sie war eine Schönheit. Aber ich konnte keinen richtigen Draht zu ihr aufbauen, keine 100%ige Sympathie, da ich viele ihrer Reaktionen nicht verstanden habe. Sie war zu verzweifelt und manches konnte ich nicht nachvollziehen.

Zitate:

"Sie wedelte drohend mit dem Zeigefinger in Richtung Zimmerecke, wo das Stück Butter an dem noch immer der avocadogrüne Plastikteller klebte, langsam die Wand hinunterrutschte."
Odette über ihre Mutter

"Ich wurde um ein Uhr mittags geboren und verbrachte den restlichen Nachmittag auf der Platane, bis mein Vater uns von dort barg, als er um sechs von seiner Schreinerei nach Hause kam."
Odette

Fazit:
Ein wirklich gutes Buch, welches mich zwar mehr fesselte als "Grüne Tomaten" mir aber nicht so sehr ans Herz ging wie dieses. Trotzdem ist es wirklich schön gewesen, Bekanntschaft mit den drei Freundinnen zu machen und ich glaube, dass mir Odette aufjedenfall "fehlen" wird.
Wegen ein paar kleinen Mängeln, nicht die volle Punktzahl, leider. Aber ich vergebe 4,5 Schmetterlinge.

Mein Dank geht an die Buchhandlung Windrose, die mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Die Kommentare werden spätestens Samstag beantwortet. ;)
Morgen Matheklausur. Wünscht mir Glück ! :)

P.S. Meine Englischklausur war übrigens 'ne 1-. Für VWL hab ich 'ne 2 bekommen. ^.^

Bis die Tage dann

Liebe Grüße
Linda


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