Freitag, 28. Juni 2013

Silber - Das erste Buch der Träume von Kerstin Gier

Allgemeines:
Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Autor/-in: Kerstin Gier
Form: Hardcover (411 Seiten)
Verlag: FJB
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 18,99 €
ISBN: 978-3-8414-2105-0

Klappentext:
Zögernd sah ich mich um. Ich war in einem Korridor gelandet, einem schier unendlich langen, mit zahllosen Türen rechts und links. Die Tür, durch die ich gekommen war, hatte einen Anstrich in sattem Grün, dunkle, altmodische Metallbeschläge, einen Briefschlitz aus dem gleichen Material und einen hübschen Messing-Türknauf in Form einer gekrümmten Echse.

Plötzlich war mir sonnenklar: Wenn ich wissen wollte, was es mit diesen rätselhaften Träumen auf sich hatte, dann musste ich sie öffnen. Und hindurchgehen.

Wenn ich den Mut dazu hätte.

Inhalt:
Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil ... Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich - noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht - ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat - wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen ...  (Ich hasse Inhaltsangaben, deswegen hab ich jetzt einfach von der Schutzumschlaginnenseite abgeschrieben)

Gestaltung:
Das Cover finde ich ziemlich geheimnisvoll, mysteriös. Die Eidechsen und die ganzen Blumen, genauso wie die Tür und der Schlüssel passen sehr gut zur Geschichte und sind so eine Art Ansammlung kleiner Details der Geschichte. Das Auge könnte man als das Auge des Wesens abtun, um das sich alles dreht. Passt also alles sehr gut. Es glänzt auch so schön silbern.
Die Seitengestaltung ist sehr schön und dezent gehalten, was mir sehr gut gefällt. Und es taucht auch nicht auf jeder Seite auf.

Meinung:
Ich war unglaublich gespannt auf das Buch und hab es mir sofort am Erscheinungstag gekauft, da ich ja von der Edelstein-Trilogie so umgehauen wurde. Direkt zu Beginn muss ich sagen, dass es mich nicht vollständig so sehr begeistert hat, es war aber trotzdem ein gutes Buch. Man fängt an, in dem man Liv direkt in einer peinlichen Situation kennenlernt. Sie war mir von Anfang an sympathisch. (Gwen ist ja auch meine Nr. 1. Amélie liegt auf Platz 3, hinter Katniss) Der Einstieg fiel mir sehr leicht und ich war sofort gespannt auf die Geschichte. Und Kerstin Gier schreibt einfach sooooo toll. Die Atmosphäre war auch richtig klasse und hat mich richtig gefesselt. Diese Traumidee ist echt etwas total Neues, richtig faszinierend. Das ist wirklich klasse. Auch die Charaktere fand ich größtenteils okay. Einige haben zwar extrem genervt, aber es ging schon. Es gab einige Höhepunkte, der größte kam aber natürlich am Ende. Auch die Emotionen waren verständlich und ich habe ständig mitgefiebert und gehofft, dass es mit Liv und ... naja, was wird. Es war wirklich unglaublich spannend und fesselnd. Und das Ende war nicht vorauszusehen, fand ich. Das hat mich total überrascht. Und ich war richtig fassungslos über die Boshaftigkeit der Antagonistin. Also, das war wirklich gut gemacht. Das Buch hatte keinen richtigen Cliffhanger, aber man könnte schon von einem Nachfolger ausgehen (soll ja eh 'ne Trilogie werden). Und es war manchmal schon echt lustig.
Übrigens ist es (wie so oft) ein Ich-Erzähler Buch.

Charaktere:
Ich pick mir übrigens immer die drei wichtigsten Charaktere raus. Ich möchte mich halt nicht zu sehr mit den ganzen Nebencharaktere aufhalten. Die Nebencharaktere waren mitunter witzig, mitunter aber auch richtig doof.

Liv: Die sympathische Protagonistin, die ich von Anfang an gut leiden konnte. Sie ist irgendwie so Anti-Mainstream veranlagt, mit Nerdbrillle und Jungs-Immunität. Das gefiel mir. Auch ist sie so die höfliche, die trotzdem bissig sein kann und auch schlagfertig ist. Und sie beherrscht die Kunst der Selbstverteidigung. (Yeah!) Was mir besonders gefiel war, dass ich hier die Emotionen die sie im Laufe der Geschichte entwickelt hatte bewusst nachvollziehen konnte. Sprich, ich habe richtig bemerkt, wie sich das nach und nach entwickelt hat. In manchen Büchern passiert das ja von jetzt auf gleich. Aber Liv war echt cool und ich konnte ihre Reaktionen auch alle nachvollziehen und mich gut in sie hinein interpretieren.

Grayson: Hm, der zu Beginn etwas fragwürdige Stiefbruder, der sich dann als kleiner Beschützer entpuppte. Ich fand er hat sich gut um Liv gekümmert und war nicht ganz so oberflächlich, wie man von seiner Clique annehmen konnte. Auch wenn er mir manchmal etwas unsympathisch und undurchschaubar wirkte. Ich kann zu ihm nicht viel sagen, da er zu distanziert war und ich keine Bindung zu ihm aufbauen konnte.

Henry: Uh, der süße und coole Typ, dem Liv direkt bei einer peinlichen Situation begegnete. Fing also schon super an. Auch wirkte er nicht verlegen um süße Worte und Liv blieb ihm wohl ganz schön im Gedächtnis. Er war schon cool und auch sympathisch, wenn auch etwas mysteriös. Aber er wirkt nicht wie der typische Ich-bin-der-Geilste-Vollidiot, sondern er ist der Ruhige, der eher im Hintergrund die Lage sondiert. Aufjedenfall nicht der schlechteste Typ.

Zitate:

Das Mädchen auf dem Bild sah den Typ, mit dem sie tanzte, schmachtend an, er hingegen guckte ein wenig verkniffen, als ob er neidisch sei, weil sie ein Diadem tragen durfte und er nur einen fiesen Seitenscheitel.
Liv

"Vorhin ist mir schon Plum begegnet, mein Kater, der überfahren wurde, als ich zwölf war. Er ist mir schnurrend um die Beine gestrichen."
"Oh, wie süß", sagte ich.
"Nein, kein bisschen süß. Er sah genauso aus, wie ich ihn das letzte Mal gesehen habe: voller Blut und mit herausquellendem Gedärm ..."
Henry/Liv

Tatsächlich waren meine Gedanken unkontrolliert vorwärts galoppiert, und ich hatte schon gehört, wie ich Henry etwas von Taylor Swift vorträllerte, während die Sonne langsam unterging und den Himmel über dem Meer rot färbte und eine Herde Wale unten in der Bucht ihre Bahnen zogen ... oh mein Gott!
Liv

Fazit:
Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was es zu meckern gibt an dem Buch. Es war toll, ABER es hat mich nicht so geflasht wie die Edelstein-Bücher. Der Zauber war einfach nicht da, aber es ist trotzdem eine tolle Idee und ein wirklich gutes Buch.
Daher gibt es 4,5 Schmetterlinge.

Okay, Leseplan wie folgt:
1. Verflucht
2. Der Herr der Ringe
3. Drachenelfen
4. Die unendliche Geschichte

Falls mir Blogg dein Bluch nicht in die Quere kommt. Hihi.
Okaaaaay, bald sind Sommerferien und ich hab heute endlich meine letzte Klausur geschrieben. Wuhu!

Liebe Grüße
Linda

Kommentare:

  1. Ahhh, jeder hat schon Silber.. nur ich nicht. *schmoll*

    Aber schade das es dich nicht so richtig geflashed hat! Ich warte auch schon wieder auf so ein richtig tolles Buch, das einem einfach umhaut.

    LG Sarah

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    1. Naja, es war schon klasse. Nur hatte die Edelstein-Trilogie für mich so 'nen Zauber, dass ich die einfach nicht mehr weglegen konnte. :)

      Liebe Grüße
      Linda

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