Samstag, 24. August 2013

Nur ein kleiner Sommerflirt von Simone Elkeles


Allgemeines:
Titel: Nur ein kleiner Sommerflirt
Autor/-in: Simone Elkeles
Form: Taschenbuch (284 Seiten)
Verlag: cbt
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-570-30861-5

Klappentext:

Es ist so was von unfair! Bye-bye, Chicago City! Amy kann nicht fassen, dass sie die kompletten Sommerferien mit ihrem biologischen Erzeuger am anderen Ende der Welt verbringen soll, um eine Großmutter kennenzulernen, von der sie noch nie was gehört hat. Doch es kommt noch schlimmer ... Anzüglich gestylte Cousinen, Schlangen im Vorgarten und Lektionen im Schafe rasieren sollten eigentlich reichen. Was Amy aber wirklich zur Weißglut treibt, ist dieser Avi: wie kann ein Junge so dermaßen unverschämt sein - und dabei so sexy!

Gestaltung:
Also, das Cover gefällt mir total gut. Die Schriftfarbe und der Hintergrund passen meiner Meinung nach echt gut. Das auf dem Cover scheinen Avi und Amy zu sein und ich hab mir die beiden auch so vorgestellt. Es wirkt ja ziemlich so, wie als würden die sich gleich die Klamotten vom Leibe reißen. Was ja auch im Buch praktisch der Fall ist.

Meinung:
Ich hab mich total auf das Buch gefreut, immerhin ist es mein erstes Elkeles-Buch. Und der Einstieg fiel mir auch überhaupt nicht schwer, die Seiten waren leicht zu lesen und aufgrund der großen Schrift fliegen die Seiten nur so dahin. Die Story ist nichts originelles mehr und ehrlich gesagt hat mir der Tiefsinn bei den Charakteren gefehlt. Die Atmosphäre ist echt cool, vor allem da das Buch in Israel spielt und man so viel über das Land und die Kultur erfährt. Das hat mir wirklich gut gefallen. Aber meiner Meinung nach hätte sie die Energie lieber auf die Charaktere richten sollen. Die wären auf jeden fall ausbaufähiger gewesen und die Lovestory zwischen Amy und Avi kam irgendwie von jetzt auf gleich. Im einen Moment ist er ein Arsch und scheint sie nicht zu mögen und von jetzt auf gleich sind beide oberglücklich verliebt. Das hat mir nicht gefallen. Es war einfach viel zu plötzlich. Auch habe ich nicht verstanden, warum Avi überhaupt in Amy verliebt war. (Dieses Bella-und-Edward-Syndrom. Einmal gesehen, love forever) Und Amy hat in Amerika einen Freund. Der ist natürlich wie verschwunden, als sie Avi (besser) kennen lernt. Und so etwas kann ich einfach nicht leiden. Die anderen Lovestorys der Nebencharaktere, die eigentlich interessant waren, haben sich in dem Buch zwar entwickelt, aber man hat es nicht mitbekommen. Wer mir aber echt gut gefallen hat ist Amys Vater. Den mochte ich schon total, vor allem weil er mir Leid tat. Und ihre Oma Safta, die Beziehung zwischen Amy und ihr ist echt schön und rührend. Leider ist das auch wirklich das einzig Emotionale in dem Buch, zumindest das einzige was mich berührt hat. Und das obwohl Amy in der Ich-Perspektive erzählt. Mir hat das Buch leider nur mittelmäßig gefallen, da Amy und ihr Verhalten mir sehr oft auf den Keks gingen.

Charaktere:

Amy: Ein sechzehn Jahre junges Mädchen, welches überhaupt keinen Bock auf Israel oder ihren Vater hat. Auf den ersten 30 Seiten fand ich ihr Verhalten noch recht amüsant, aber dann fand ich es nur noch nervig, arrogant und respektlos. Ihr Verhalten gegenüber ihrem Vater ist einfach unter aller Sau. Der arme Kerl bemüht sich um sie und will ein gutes Verhältnis zu seiner Tochter aufbauen und was tut sie? Sie tut ihm mit voller Absicht weh und stellt ihn als den schlechtesten Vater überhaupt da, auch noch als er vieles klarstellt und man ihn besser versteht. Argh, das war sooo fies. Okay, ihr Dad hat Mist gebaut, aber trotzdem war ihr Verhalten einfach ungerechtfertigt. Und die Beziehung zu Avi hab ich auch nicht verstanden. Okay, sie sind ineinander verliebt, hab ich nichts gegen. Aber sie sind gerade mal einen Tag zusammen und Amy möchte sofort mit ihm schlafen. Sechzehn, Jungfrau und what? Sie kennt ihn doch eigentlich kaum, vielleicht meint er es ja gar nicht ernst. Da konnte ich leider nur den Kopf schütteln. Sie bringt sich in peinliche Situationen, die mich allerdings nicht zum Lachen bringen, sondern die ich einfach nur dämlich fand. Mit ihrer arroganten, verwöhnten und respektlosen Art ging sie mir die meiste Zeit einfach total auf den Keks.

Avi:  Arrogantes Arsch, das sich als total verliebtes Kerlchen rausstellt. Ähem, ja? Als Arsch mochte ich ihn nicht. Als Loverboy auch nicht. Er war mir irgendwie zu einfach gestrickt. Als es dann hieß, er wäre in sie verliebt weil blablabla, konnte ich nicht mehr. Ich fand das soooo dumm irgendwie. Ich hatte so das Gefühl, dass es einfach so irgendwie sein musste. Die Situation hat einfach nicht gepasst. Und um ehrlich zu sein, erinner ich mich nicht mal wirklich an Avis Charakter. Er war viel zu unscheinbar.

Ron:  Amys Vater, der zwar Mist gebaut hat, aber trotzdem total nett ist. Er tut mir halt vor allem wegen Amys schrecklichem Verhalten leid. Ron probiert echt alles um sie glücklich zu machen und ein gutes Verhalten zu ihr aufzubauen. Aber Amy ist halt echt fies und immer wenn sie ihn verletzte, könnte ich mich so über sie aufregen. Ich weiß nur, dass ich ihn total cool fand. Zwar nicht direkt, aber je weiter die Story ging, desto mehr mochte ich ihn.

Zitate:

Mir langt es schon, wenn ich die Regeln meiner Mom einhalten muss, da würden mir sechshundert weitere von Gott gerade noch fehlen.
Amy

Eltern, deren Verhalten vorhersehbar ist, sind gut. Unberechenbare Eltern hingegen sind ein Albtraum.
Amy

Aber nichts macht mich richtig froh. Ist das so mit sechzehn? Wenn ja, dann kann ich verstehen, warum Jugendliche ihre Gedanken und Gefühle auf so unterschiedliche Art zum Ausdruck bringen. Es ist nicht so, dass wir dumm wären, wir versuchen einfach nur herauszufinden, wo wir hingehören und was zu uns passt.
Amy

Fazit:
Dafür, dass es mein erstes Elkeles-Buch ist, bin ich schon ziemlich enttäuscht. Immerhin hört man so viel Gutes über die Autorin. Leider kann ich diesem nur eine mittelmäßige Bewertung geben, da mir die meisten Charaktere einfach nicht gefallen haben. Dem zweiten Teil werde ich trotzdem noch mal die Chance geben, mich zu überzeugen.
 Diesem hier kann ich aber leider nur 3,5 Schmetterlinge geben.

Sommerziele: Check :)

Liebe Grüße
Linda

Kommentare:

  1. Nun bin ich aber gespannt. Auf die Rezension von Nicole hin (Cinema in my Head) habe ich es mir heute bestellt. Nachdem du nun nicht so begeistert bist... schauen wir mal...
    LG
    Yvonne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da bin aber neugierig auf deine Meinung :)

      Liebe Grüße
      Linda

      Löschen