Sonntag, 29. September 2013

Mieses Karma von David Safier

Allgemeines:
Titel: Mieses Karma
Autor/-in: David Safier
Form: Taschenbuch (283 Seiten)
Verlag: rororo
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 4,99 €
ISBN: 978-3-499-26676-8

Klappentext:

Wiedergeburt gefällig?

Moderatorin Kim Lange hält endlich den heißersehnten Fernsehpreis in ihren Händen. Triumph! Schade nur, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer Raumstation erschlagen wird. Im Jenseits folgt der nächste Schock: Kim hat in ihrem Leben ziemlich viel mieses Karma gesammelt. Zur Strafe findet sie sich mit Fühlern und sechs Beinen in einem Erdloch wieder: als Ameise! Da hilft nur eins: Gutes Karma muss her!

Gestaltung:
Also, diese Sonderedition gefällt mir viel besser als das normale Cover. Die Ameise hier ist einfach viel süßer und guckt so niedlich. Auch die Farbe gefällt mir viel besser, ich mag dieses normale Orange der Safier-Cover nicht so. Und die Ameise ist einfach soooooo süß.

Meinung:
Ich weiß nicht wieso, aber ich habe mich immer gesträubt, ein Buch von David Safier zu lesen. Was nicht am Autor selber liegt, nur haben mich weder Cover noch Titel irgendwie angesprochen. Doch dann habe ich dieses Exemplar gesehen. "Nur 5 €? Hm, lesen wir mal den Klappentext" Und tada, es hat mich angesprochen. Und um ehrlich zu sein, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist so witzig und so cool. Der Anfang ist leicht gemacht, ich hatte keine Probleme damit, mich in die Story rein zu finden. Der Schreibstil ist einfach toll, locker-luftig. Und die Geschichte ist einfach so supercalifragilistischexpialigetisch! Hihi, es dauert nicht lange, bis Kim stirbt und als Ameise wiedergeboren wird. Und genau das war irgendwie das coole, ab da wurde es richtig richtig interessant. Es hat irgendwie auf einmal so einen Umschwung gehabt, die Atmosphäre hat sich verändert und das Leben als Ameise war wirklich interessant. Übrigens werden Diktatoren als Darmbakterien wiedergeboren, urrks. Nun hieß es also für Kim gutes Karma sammeln. Und wenn sie das schafft, steigt sie auch in der Rangfolge auf. Und das ist wieder so eine Sache, die einfach mal total grandios gestaltet wurde. Die Ameise wird auf jeden fall nicht das einzige Tier in diesem Buch bleiben. Die Atmosphäre in diesem Buch ist einfach sooooo gut. Genauso wie die Charaktere, die waren so schön authentisch. Am besten hat mir ja Casanova gefallen. Mir hat der Name zwar nichts gesagt, aber er soll wohl ziemlich berühmt gewesen sein. Die Geschichte ist auf jeden fall wirklich gut und für den Preis kann man echt nicht meckern. Hallo? Nur 5 €! Kaufen, kaufen, kaufen!

Charaktere:

Kim: Die Protagonistin, eine Berühmtheit, die auch über Leichen geht. Und genau das wird am Ende ihr Verhängnis, als sie als Ameise wiedergeboren wird. Nun ja, ihr erster Gedanke als Ameise gilt ihrer 5-jährigen Tochter. Und um zu dieser zu gelangen und sie zu beschützen, muss sie nun mal gutes Karma sammeln. Dabei trifft sie auf Casanova, der schon seit 200 Jahren als Ameise wiedergeboren wird. Die beiden tun sich zusammen und schaffen es so, in der Rangfolge aufzusteigen. Wie das Schicksal es will, finden sie sich sogar immer wieder. Mit der Zeit verändert sich Kim und durch das gute Karma sammeln, wird sie zu einem besseren Menschen. Ich mochte sie schon irgendwie am Anfang, auch wenn ich ein bisschen geschockt war, was sie alles für den Erfolg tun würde. Doch mit der Zeit wird sie immer selbstloser und tut alles um ihrer Familie in irgend einer Art Nahe zu sein. Letztendlich hatte ich sie wirklich gern und ihre Entwicklung hat mir richtig gut gefallen.

Casanova: Ein toller und witziger Kerl, hinter dem kein Rock sicher zu sein scheint. Ich mochte ihn total, immerhin war er ein guter Kerl, auch wenn er sich das ein oder andere Mal in Schwierigkeiten gebracht hat. Seine Erinnerungen gab es am Ende der jeweiligen Seite immer zu lesen, die waren schon recht witzig. Ich mochte seine Art, er wirkte immer ziemlich naiv, wenn auch auf eine nette Art und Weise.

Nina: Die .... naja, Antagonistin kann man sie nicht nennen. Ich mochte sie nicht wirklich, aber sie wirkte auch nicht von Natur aus Böse. Sie war Kim selbst, so wie sie am Anfang war, sehr ähnlich. Nina war halt hinter Kims Mann her und das wollte Kim unbedingt verhindern. Nun gut, sie schien am Anfang wirklich etwas Intrigant, aber irgendwann schien sie doch wirklich in Kims Mann verliebt zu sein. Was nicht heißt, dass ich sie mochte, aber ich konnte sie zumindest irgendwie verstehen.

Zitate:

Es war der beste Sex, den ich seit Jahren gehabt hatte. Es war wunderbar, phantastisch, supercalifragilistischexpialigetisch!
Kim

Er öffnete mir die Tür, betrachtete mich besorgt und wollte mich nach meinem Befinden fragen, doch ich fiel ihm ins Wort: "Ich leg mich jetzt hin. Und wenn du mich nur einmal berühren solltest, spring ich so auf dich drauf, dass du platt bist wie eine Flunder."
Kim (als Maria) zu Thomas (Marias Mann)

Der Kerl motzte: "Der Kartoffelsalat ist so eklig, wie du fett bist."
"Besser fett als debil", konterte ich.
Kim zu irgendeinem Assi-Typ

Fazit:
Wundervolles Buch mit einem supercalifragilistischexpialigetischen Ende! Ein klasse Lektüre an der es nichts zu bemängeln gibt und die ich jedem mit gutem Gewissen empfehlen kann.
Daher gibt es von mir die volle Punktzahl.

Ich liebe es.

Liebe Grüße
Linda




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