Samstag, 26. Oktober 2013

Wen der Rabe ruft von Maggie Stiefvater

Allgemeines:
Titel: Wen der Rabe ruft
Autor/-in: Maggie Stiefvater
Form: Hardcover (459 Seiten)
Verlag: Script 5
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 18,95 €
ISBN: 978-3-8390-0153-0

Klappentext:

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen - bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.

Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Gestaltung:
Zur Gestaltung im Buch gibt es nichts zu sagen, die ist wie bei jedem anderen auch. Aber das Cover ist doch mal mega schön, oder? Dieses dunklere Grün, welches dann immer heller wird und dann diese Efeuranken. Das ist doch mal voll schön.

Meinung:
Nun, ich muss gestehen, dies hier ist mein erstes Buch von der Autorin. Und nach dem ich hörte, dass einige von der "Nach dem Sommer"-Trilogie nicht so begeistert waren, war ich ziemlich skeptisch. Aber Leute, ich kann es kaum abwarten das nächste Buch der Autorin in den Händen zu halten. "Wen der Rabe ruft" hat mich so gepackt, dass ich fast hundert Seiten pro Tag gelesen hab. Nun ja, es sind ja auch Ferien, aber das ist für mich echt ungewöhnlich. Das Buch beginnt super, der Einstieg fällt einem leicht und man fängt sofort an, sich in dieser Geschichte zu verlieren. Die Charaktere sind alle super authentisch und sympathisch, der Schreibstil ist einfach grandios. Die Atmosphäre des Buches ist genauso toll wie alles andere an ihm. Die Geschichte um Blue und Gansey, die ehrlich gesagt nur indirekt eine Geschichte um die beiden ist, ist eine wirklich tolle Idee. Eine richtige Lovestory würde ich hier allerdings nicht erwarten. Hier und da gibt es zwei - drei süße Momente, das war es aber schon. Also sollte man sich in der Hinsicht nicht zu viel versprechen. Immerhin ist es der erste Band von vieren (laut meiner Buchhandlung) wo es dann wohl auch wieder jahrelang Abwarten heißt. Das dieses Buch keine wirkliche Liebesgeschichte hat, hat mich allerdings kein bisschen gestört. Es passt irgendwie und man kann ja schon mal munkeln, wie es im nächsten Band weitergeht. Hier geht es ja auch um Übernatürliches, was wirklich interessant gemacht ist. Ich zumindest hab viel Neues entdeckt und fand das Ganze echt interessant. Und das Ende ... da musste ich wirklich die Luft anhalten, mein Herz ist praktisch stehen geblieben. Nach und nach konnte man das Puzzle zwar zusammen fügen, aber das es so wird, habe ich nicht erwartet. Das Buch ist dann auch noch so böse und hat einen richtig gemeinen Cliffhanger, aaaah!

Charaktere:

Blue: Der Normalo in der Familie. Während alle um sie herum wahrsagen oder Tote sehen können, kann Blue praktisch gar nichts und wenn, dann ist es nur von indirektem Vorteil. Sie ist nicht direkt eine Rebellin, sondern wirkt eher wie ein pflegeleichtes Kind, aber ab und an gewinnt man schon mal den Eindruck, dass es nicht so ist. Ich mag Blue, sie hat irgendwie so eine offene Art und nimmt kein Blatt vor den Mund. So ist das erste Aufeinander treffen von ihr und Gansey zum Beispiel überhaupt nicht vielversprechend. Aber Blue ist echt eine tolle Protagonistin und hat immer eine gute Antwort parat.

Gansey: Am Anfang wirkte er total wie so ein alleswissender Klugscheißer. Aber nach einer gewissen Zeit ist er sogar richtig cool geworden. Er ist vor allem viel für seine Freunde da, scheint sich für alle verantwortlich zu fühlen. Nun ja, er ist reich und kann sich alles leisten. Damit will er auch seinen Freunden was besseres bieten, indem er sie zum Beispiel in seiner Bude wohnen lässt. Er macht sich einfach immer Gedanken wie er ihnen helfen kann und wie er es schafft, sie aus bescheidenen Situationen raus zu boxen. Ich hatte auch so das Gefühl, wie als wäre da irgendetwas Unbestimmtes zwischen ihm und Blue, so 'ne Anziehung. Auf jeden Fall ist Gansey ein klasse Typ.

Adam: Einer von Ganseys besten Freunden, der es leider nicht leicht hat. Er wohnt mit seinen Eltern in einem Wohnwagenpark und um auf die Schule gehen zu können, hat er viele Nebenjobs. Auch ist er es, der Blue irgendwie in die Gruppe integriert. Sie gefällt ihm und obwohl er ein wenig schüchtern und unsicher wirkt, verstehen die Beiden sich wirklich gut. Er ist irgendwie so der klassische gute Typ aus der Gruppe und ich mochte ihn total.

Zitate:

Blue hatte zwei große Regeln im Leben. Nummer eins: Halte dich von Jungs fern - die machen nur Ärger. Und Nummer zwei: Halte dich von den Aglionby-Jungs fern - die sind alle Mistkerle.

"Blue. Ich heiße Blue Sargent."

"Blair?"
"Blue."
"Blaize?"
Blue seufzte. "Jane."
Blue/Roger Mallory

Als Ronan sah, wie Gansey auf dem Bett lag und Blue am Kopfende kniete, bemerkte er: "Wenn du jetzt spuckst, Blue, triffst du genau sein Auge."

Sie waren nicht einmal alt genug, um sich irgendwo ein Getränk mit Alkohol zu bestellen. Wie konnten sie sich da anmaßen, über Leben und Tod zu entscheiden?
Gansey

Fazit:
Ein wunderbares Jugendbuch, welches irgendwie den richtigen Touch Fantasy miteinbringt. Mich hat es total gefesselt und ich habe es verschlungen. Meistens konnte ich es kaum abwarten dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen. Ich liebe es und bin schon so gespannt auf die anderen Werke von Frau Stiefvater.
Dieses Buch bekommt von mir 5/5 Schmetterlingen.


Sorry Leute, ich glaub mich hat momentan so 'ne Blogger-Unlust gepackt. Deswegen hat sich diese Rezi auch drei Tage lang gezogen. Tut mir leid.

Liebe Grüße
Linda

1 Kommentar:

  1. Hallo Linda,

    nun das mit der Unlust geht wohl jedem Leser/Blogger mal so. Also keine Sorgen machen, dass wird schon...

    Schönen Sonntag und LG..Karin..

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