Samstag, 23. November 2013

Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Allgemeines:
Titel: Der Augensammler
Autor/-in: Sebastian Fitzek
Form: Taschenbuch (439 Seiten)
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-426-50375-1

Klappentext:

Er spielt das älteste Spiel der Welt:
Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.

Gestaltung:
Nun ja, die Gestaltung im Inneren ist wie bei fast jedem anderen Buch und das Cover finde ich (wie die meisten Thriller Cover) etwas nichtssagend. Ich hatte etwas gehofft, dass das gelbe Tuch irgendeine Bedeutung hat, aber dem war nicht so. Es gruselt mich nicht und ist auch sonst irgendwie nichts Besonderes. Allerdings hat das Buch umgekehrte Seiten und Kapitelzahlen. Man beginnt auf Seite 439 und endet auf Seite 1.

Meinung:
Das Buch fing eigentlich sehr gut und spannend an und die Geschichte hat mich direkt in ihren Bann gezogen. Es fängt alles damit an, dass man den Protagonisten Alexander Zorbach sieben Jahre vor dem eigentlichen Geschehen kennen lernt. Und genau das fand ich direkt sehr spannend. Ich wurde hier direkt in einen emotionalen Konflikt geschubst. Es war so eine Zwickmühle, wo man einfach nicht weiter weiß. Aber egal wie man sich dann entscheidet, es verändert das ganze Leben. Und das fand ich direkt richtig gut, dass man praktisch gezwungen wurde, sich zu fragen was man im Falle des Protagonisten getan hätte. Danach hatte man einen Zeitsprung von sieben Jahren und musste sehen, wie es Alex mit seiner Entscheidung ergangen ist. Der arme Kerl tat mir einfach total leid. Und sowieso fiebert man die ganze Zeit mit, auch wenn es nach dem Einstieg etwas schleppend weitergeht. Mittendrin hat man manchmal einen kleinen Ausschnitt von Tobias, einem neunjährigen Jungen, der vom Augensammler entführt wurde. Er erzählt dann so ein bisschen. Wobei ich fand, dass die Begriffe die benutzt wurden nicht ganz passten. Das kam nicht authentisch für einen neunjährigen rüber, sondern viel erwachsener. Das ist aber auch der einzige Makel, wie ich fand. Das Buch war einfach klasse geschrieben. Der Schreibstil ist top, die Atmosphäre toll und die Charaktere sind so schön passend. Das ganze ist so verwirrend mitunter, dass man sich echt fragt, wie das sein kann und was da so abgeht. Und das ist echt klasse, vor allem da sich am Ende alles auflöst. Das ist zwar der erste Teil einer Dilogie, aber das Ende ist relativ offen, man hat halt einen richtig bösen Cliffhanger. Der zweite Teil schließt nicht direkt an, aber wenn ich es richtig verstanden habe, kommt die Auflösung zu diesem Teil darin vor. Man erfährt zwar am Ende, wer der Augensammler ist, aber die Sache bleibt weiterhin spannend, weil er bereits das nächste Kind entführt hat. Apropos Spannung, es war so freaking fantastisch spannend! Aaaaah, ich hab die ganze Zeit rumgeschrien, dass das so spannend ist. (Zum Glück war ich alleine zuhause). Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, als es so um die letzten hundert Seiten waren. Es war soooooo spannend!

Charaktere:

Alexander: Der Protagonist der Geschichte, ein Familienvater, der einst eine Entscheidung traf, die alles änderte. Eigentlich mag ich Alex. Seine Handlungen sind verständlich und nachvollziehbar. Und er tut mir einfach leid, weil er für das was er getan hat so büßen musste. Obwohl ich wahrscheinlich nicht anders gehandelt hätte. Es fällt mir gerade unglaublich schwer was zu ihm zu schreiben. Er liebt seinen Sohn und seine Ehe geht den Bach runter. Irgendwie wird er in dieses Versteckspiel mit hinein gezogen, der Augensammler will genau ihn in dem Spiel haben und gibt ihm ständig gezielte Hinweise. Am Ende bemerkt er dann auch wieso. Aber dann ist es leider schon zu spät ...

Alina: Eine blinde Physiotherapeutin, die von jemandem zu Alex geschickt wird und diesen ganz schön durcheinander bringt. Sie ist ein Medium, auch wenn es ihr keiner glauben mag. Als sie also eines Tages bei der Arbeit eine Vision hat, wusste sie das ihr momentaner Patient der Augensammler ist. Mit dieser Information wird sie zu Alex geschickt und verwirrt diesen zusehends. Sie scheint eigentlich auch sympathisch, aber ich war lange ziemlich misstrauisch, weil ihre Vision nur lückenhaft war. Aber naja, ich mochte sie trotzdem, obwohl sie ein bisschen schräg rüberkam ab und zu.

Zitate:

Gibt es keine

Fazit:
Ein unglaublich guter Thriller, der mich total begeistert hat. Irgendwie glaube ich nicht, dass meine Begeisterung vollends zum Ausdruck gekommen ist, aber egal. Ich freu mich so extrem auf den zweiten Teil und kann es kaum abwarten, ihn in den Händen zu halten.
Für Fitzek, der mich nicht enttäuscht hat, gibt es die volle Punktzahl.

Wie findet ihr eigentlich die neuen Schmetterlinge?
Sorry, das grad so wenig kommt. Aber da ich immer noch in der Klausuren-Phase bin, komm ich wirklich wenig zum Lesen. Das bessert sich hoffentlich bald.

Alles Liebe,
Linda

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