Mittwoch, 27. November 2013

Die Herrin von Avalon von Marion Zimmer Bradley

Vorsicht! Da dies der 2. Teil einer Trilogie ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Die Herrin von Avalon
Autor/-in: Marion Zimmer Bradley
Form: Taschenbuch (589 Seiten)
Verlag: Krüger
Erscheinungsjahr: 1997
Preis: 9,95 €
ISBN: 3-8105-2615-0

Inhalt:
Caillean ist zusammen mit Gawen geflohen. Auf der Insel haben sie einen Zufluchtsort gefunden und errichten dort ein neues Heiligtum der Göttin. Caillean wird zur Hohepriesterin ernannt und Gawen wächst unter den Priesterinnen und Druiden auf, zusammen mit der Feentochter Sianna. Doch die neue Religion der Christen akzeptiert die Priesterinnen und ihre Göttin nicht und als Gawen sich zwischen beidem entscheiden soll, trifft er eine eigene Wahl und nimmt sein Leben selbst in die Hand.

Gestaltung:
Ich mag das Cover, es strahlt auf mich eine gewisse Ruhe aus. Und zur Geschichte passt es ja auch. Für mich war die Frau von Anfang an Caillean, wie sie auf Avalon steht. Durch das Boot und das ruhige Wasser wirkt es auf mich wirklich ruhig und zufrieden. Es ist wirklich schön.

Meinung:
Also, ich war ja vom ersten Teil schon ziemlich begeistert, zumindest hat er meine Erwartungen auf jeden Fall übertroffen. Nun, dieser war für mich eher ein Rückschritt. Es hat mir gefallen, aber nicht so gut wie der Vorgänger. Die Geschichte war gut, es gab zwar mehrere Zeitsprünge und mir war mitunter nicht klar, warum man neue Charaktere kennen gelernt hat und wofür diese relevant waren, aber es war okay. Das Buch zieht sich über mehrere Jahrhunderte und es hat mich zwar nicht verwirrt, aber geschichtlich konnte ich der Sache nicht ganz folgen. Mir ist zum Beispiel nicht ganz klar, wer jetzt gegen wen Krieg führt und warum. Die Geschichte an sich hat mich mehr interessiert, also die einzelnen Priesterinnen und ihr Leben. Im Laufe der Geschichte lernt man drei Hohepriesterinnen kennen: Caillean, Dierna und Viviane. Alle drei waren irgendwie anders und doch irgendwie ähnlich. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll, aber ich mochte zumindest Caillean und Viviane sehr. Mit Letzterer geht es wohl im nächsten Band weiter. Die Bindung die ich zu den Charakteren aufbauen konnte war zwar relativ eng, allerdings konnte mich niemand so berühren wie Eilan im ersten Band. Jede einzelne Hohepriesterin hat ihre eigene Geschichte die man erfährt. Was mir schnell klar wurde war, dass sich hier auch einiges um Wiedergeburt dreht. So scheint eine jede Hohepriesterin irgendwie wiedergeboren zu sein, wenn ich das richtig verstehe. Es ist schon etwas verwirrend, aber nicht mehr so sehr wie der erste Band. Alles in allem war es mir aber etwas zu eintönig. Für mich gab es keine richtigen Höhepunkte, sondern alles blieb immer so "normal". Der Schreibstil war wie immer toll und die Atmosphäre ging auch, aber es war wirklich etwas eintönig. Vor allem aber habe ich die eine Zeitspanne in der Dierna auftaucht, nicht so richtig verstanden. Also, was war der Sinn, denn es ist irgendwie nichts passiert, was später noch wichtig war. Vielleicht habe ich auch irgendetwas missverstanden.

Charaktere:

Caillean: Caillean kam ja bereits im ersten Band vor und hat mir dort sehr gefallen. Allerdings kam sie hier nicht sehr lange vor, was mich irgendwie ziemlich traurig gemacht hat. Ich hätte gerne mehr von ihr gehabt. Sie war nett und freundlich, wirkte aber gleichzeitig sehr streng und diszipliniert. Ich mochte sie und ihre Art, vor allem ihre Gedanken um Eilan und Gawen gefielen mir sehr. Sie ist halt sympathisch und auch irgendwie fürsorglich und ich mag sie halt einfach.

Dierna: Irgendwie war Dierna so eine Art Lückenfüller. Ich weiß nicht, aber zu ihr hatte ich keinen wirklichen Bezug. Sie war zu diszipliniert und zu streng. Verspannt irgendwie. Ich mochte sie nicht, aber irgendwie mochte ich sie auch nicht nicht. (Hä?) Ich konnte mir irgendwie keine richtige Meinung über sie bilden, das Verhältnis blieb neutral.

Viviane: Man lernt sie schon kennen, als sie noch jung ist und gerade erst nach Avalon kommt. Sie hat bei Zieheltern gelebt, denn ihre Mutter ist die Hohepriesterin. Nach dem ich mit Dierna auf keinem guten Fuße stand, war Viviane eine willkommene Abwechslung. Sie war süß und nett. Was ich aber am besten fand war ihre rebellische Art gegenüber ihrer Mutter. Ihr Verhalten war meistens sehr verständlich und nachvollziehbar und sie ist mir wirklich ans Herz gewachsen.

Zitate:

"Hör zu, mein Junge, wir alle auf dieser Erde wissen genaugenommen nur vom Hörensagen, wer unsere Mutter oder unser Vater ist. Und du kannst mir glauben, vor dem Angesicht der Götter zählt nur das, was du selbst aus deinem Leben gemacht hast."
Brannos

Fazit:
Nicht so gut wie der Vorgänger, aber trotzdem lesenswert. Den ein oder anderen spannenderen Moment gab es schon, aber leider nur sehr selten. Auch habe ich vieles nicht richtig verstanden und bin mir nicht sicher, wie ich das interpretieren soll.
Daher gibt es von mir leider nur mittelmäßige 3 von 5 Schmetterlingen.
 
Sorry, falls ich heute etwas verpeilt war.
 
Alles Liebe,
Linda

1 Kommentar:

  1. Hallo und guten Tag,

    ja das ist einer meiner Lieblingsgeschichten, schön romantisch, aber auch mit unter grausam.

    LG..Karin..

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