Sonntag, 30. März 2014

Die Nachtmahr Wunschträume von Jean Sarafin

Vorsicht! Da dies der zweite Band einer Trilogie ist, könnten evtl. spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Die Nachtmahr Wunschträume
Autor/-in: Jean Sarafin
Form: Broschiert (272 Seiten)
Verlag: Elysion Books
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 12,90 €
ISBN: 978-3942602136

Klappentext:
 

Das Leben der siebzehnjährigen Liz ist endlich wieder ruhig und normal. Naja ... so normal, wie es eben sein kann, wenn man die Königin der Albträume ist und der eigene Freund einen pünktlich zu seinem 18ten Geburtstag umbringen muss. Doch all dies wird plötzlich unwichtig, als sich immer mehr Menschen in ihren Träumen verlieren. Von Freunden und Feinden unter Druck gesetzt, muss sich Liz entscheiden, wem sie vertraut: Dem eifersüchtigen Tagmahr David, dem intriganten Jonah oder dem charismatischen Inkubus Elijah. - Aber welche Pläne hat eigentlich ihr undurchsichtiger Stiefvater? 
Schließlich verändert ein schier unhaltbares Ultimatum alles, an was Liz je geglaubt hat.
Wünsche können die Welt verändern ... aber nicht alle Wünsche sind gut

Gestaltung:
Das Cover ist im Vergleich zu Band 1 relativ gleich geblieben. Der Hintergrund wurde weiß gemacht und gefällt mir einfach von der Atmosphäre her besser. Ein paar Figuren sind gleich geblieben, ein paar haben sich verändert. Wie zum Beispiel die Schneekugel. Auf dem Cover des ersten Bandes befand sich dort eine Uhr, die auch eine Bedeutung hatte. Eine Schneekugel wird in diesem Teil nicht explizit erwähnt, aber Blumen spielen eine große Rolle.

Meinung:
Ich hab irgendwie so das Gefühl, ich könnte Reihenfortsetzungen immer nur schlecht rezensieren. Was soll man sagen? Der Einstieg fiel mir dieses Mal sehr viel leichter, als beim letzten Mal. Man kannte Liz und die anderen ja zum Glück schon. Und tatsächlich gefiel mir dieser Band zu Beginn ein bisschen besser. Ich war gespannt wie es weitergeht und hatte sogar das Gefühl, ich käme mit Liz etwas besser klar. Das Buch spielt ein Jahr nach dem Ende von Band eins und vieles was is der Zeit passiert ist, bleibt unklar. Klaus (Liz' Stiefonkel/vater) ist für ein Jahr fortgewesen und Liz hatte den ein oder anderen Beziehungskram zu erledigen. Leider ist bei ihr nicht alles super verlaufen und ich hatte manchmal für einen klitzekleinen Moment dass Gefühl, sie wäre wirklich traurig. Im Vordergrund stehen hier jedoch vor allem der Kampf zwischen Tag- und Nachtmahren und dass Liz sich in ihre Rolle als Königin einfinden muss. Und das war eigentlich gar nicht so schlecht gemacht. Leider muss ich sagen, dass es zwischendurch ein einziges Wirrwarr war. Ich habe zwischenzeitlich vollkommen den Durchblick verloren. Das hat mir etwas den Lesegenuss genommen. Den ganzen guten Amazonbewertungen kann ich mich leider nicht vollends anschließen. Ich habe das Buch vor zwei bis drei Tagen beendet und ich glaube, die paar Nächte zwischen dem Beenden und dem Rezensieren tun dem Buch ganz gut. Denn eigentlich wollte ich es schlechter Bewerten als ich es jetzt wahrscheinlich tun werde. Rückblickend war es nämlich eigentlich gar nicht so schlecht. Die Sache mit den Wünschen fand ich gut umgesetzt, wenn auch wieder etwas verwirrend. Allerdings wurde hier auch viel mehr erklärt. Man ist ja in der Materie genau so neu drin wie Liz und dieser wird alles Neue erklärt, damit sie eine gute Königign der Albträume ist. Die sie gar nicht sein will. Dieser Konflikt hat mir gut gefallen, denn man merkt, dass Liz eigentlich mit dem Ganzen nicht wirklich etwas zu tun haben will. Das sie einfach nur ein ganz normales Mädchen sein will. Was ja leider nicht so einfach ist, vor allem wegen den drei Jungs David, Jonah und Elijah. Und dann kommt da noch Klaus dazu. Punktabzug, weil das Buch wieder furchtbar verwirrend und verzwickt war. Und weiteren Punktabzug, wegen der offensichtlichen Geschichte mit Klaus. Das war mir leider etwas zu viel. Ich mag ihn zwar und seine Geschichte ist eines der wenigen Elemente des Buches, welches ich durchschaut habe, jedoch ist mir die Liebesgeschichte von Klaus etwas zu weit gegangen. Ich will hier nicht zu viel spoilern, aber für mich war das einfach ... unglaubwürdig würde ich jetzt nicht sagen. Ich mochte es einfach nicht. So einfach ist das, es gefiel mir nicht. Natürlich ist das nicht die einzige Liebesgeschichte. Zwischen Liz und den Jungs ist aber ziemliche Funkstille, ich hatte das Gefühl, dass sie fast gar nicht mehr auftraten. Hier wurde das Spotlight eher auf Klaus und Liz gestrahlt, vor allem die Konversationen über Blumen fand ich schön. Das war mal etwas Originelles. Zum negativen kann ich nur sagen, dass es immer noch die selben Punkte sind wie in der Rezension zum ersten Part. Lindt-Schokolade und Situationen die irgendwie vom Himmel fallen gab es auch diesesmal. Und ab Seite 200 ungefähr muss ich wirklich sagen, war ich furchtbar genervt. Eben weil hier offensichtlich auf die vermeintliche Liebesbeziehung zwischen Liz und ... gelenkt wird. Mir war das einfach zu viel Liebeskrimskrams. Dreiecksbeziehungen sind schon nicht mein Fall und das hier war ja noch mehr. Das Ende war ganz okay, jedoch fand ich von der Spannung her das des Vorgängers wirklich besser. Irgendwie war es etwas undurchsichtig und für mich auch etwas aus der Luft gegriffen. Aber ansonsten war das Buch, rückblickend, doch besser als ich es direkt nach dem Beenden bewertet hätte.

Charaktere:

Liz: Was soll ich zu Liz groß schreiben? Eigentlich ist sie immer noch die selbe wie im Vorgänger. Jedoch merkt man hier sehr deutlich auch ihre sensible Seite. Das sie zum Beispiel an die wahre Liebe mit happy end glaubt. Oder das sie nicht einfach so verzeihen kann und von David zum Beispiel sehr verletzt wurde. Allerdings hat sie ihre Einstellung geändert. Im ersten Band war es ja so, dass sie niemanden an sich heran lassen wollte. Das hat sich hier etwas geändert, sie ist zutraulicher geworden. Vor allem mit Klaus pflegt sie eine gute Beziehung, welche mir eigentlich gut gefallen hat. Wobei die Blumen einen großen Aspekt ausmachen. Die Betonung liegt hier aber auf "eigentlich". Die Beziehung zu den beiden Brüdern Elijah und Jonah ist allerdings gespickt von Misstrauen. Wobei Liz den meisten Menschen misstraut. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich ein ganz kleines bisschen besser mit ihr klarkam. Ich habe sie etwas besser verstanden und da war einfach ein besserer Bezug. Trotzdem bedeutet dieser Charakter mir nicht wirklich viel. Aber man kann mit ihr klarkommen.

Klaus: Liz' Stiefvater/onkel, der im ersten Teil eher eine nicht so wichtige Rolle inne hatte. Hier hat man direkt gemerkt, dass Klaus mehr in die Geschichte involviert wird. Auch erfährt man viel von seiner Vergangenheit und was mit seiner ersten Frau geschah. Mir haben vor allem die Konversationen über Blumen zwischen Klaus und Liz gefallen. Denn Blumen haben ja auch immer eine Bedeutung. Klaus war eine Art Beschützer und Liz' Vertrauensperson in der Familie. Er spielte mit relativ offenen Karten und hat sich erfolgreich das Vertrauen von Liz erkämpft. Für mich wirkte er wirklich immer wie so eine Art Mauer zum Anlehnen. Er hat sich gut um Liz gekümmert und war ein toller Charakter. Einer, den ich wirklich gern hatte.

David: Im Vergleich zu Teil eins hat sich bei Davids Verhalten nicht viel getan. Er ist immer noch ein Idiot der nichts auf Liz Gefühle gibt und sich nicht darum kümmert, ob er sie verletzt. Es gab manchmal die ein oder andere sentimentale Szene zwischen den Beiden, aber das konnte ich ihm ehrlich gesagt nicht abkaufen. Keinem der Jungs. Sie waren einfach unglaubwürdig. Und David ist und bleibt der selbe Idiot wie aus Teil eins. Er macht zu, wenn Liz mit ihm reden will und ignoriert sie gerade zu. Er gibt ihr keine Erklärungen und ist einfach nur blöd. Genau wie vorher, total unsympathisch.

Zitate:

Man zieht doch niemanden in Erwägung. Entweder empfindet man etwas, oder nicht. Und wenn man genug empfindet, ist es ein klares "ja". Alles dazwischen ist Wischi-Waschi-Ich-kann-nicht-allein-sein-Kram.
Liz
 
Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Ein Buch, das mich tatsächlich durcheinander bringt. Denn einerseits hätte ich es gern gegen die Wand geworfen, andererseits würde ich jetzt gerne den dritten Band lesen. Rückblickend hat sich meine Meinung über dieses Buch noch einmal geändert. Denn vor allem Klaus gefiel mir gut und die Geschichte, zwar immer noch verwirrend, hat sich gebessert. So blöd es auch klingen mag, nach den letzten Seiten wollte ich dem Buch nur zwei Schmetterlinge geben. Nach ein paar Mal drüber schlafen erhält es dann doch noch drei Schmetterlinge, weil einige Sachen mir rückblickend betrachtet doch besser gefallen haben. 
Also eine minimale Verschlechterung zum ersten Band, der mir ein bisschen besser gefiel.
Vielen Dank an Sandra von Read and be yourself und Elysion Books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

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