Dienstag, 3. Juni 2014

Pinguinwetter von Britta Sabbag

Allgemeines:
Titel: Pinguinwetter
Autor/-in: Britta Sabbag
Form: Taschenbuch (251 Seiten)
Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 8,99 €
ISBN: 978-3-404-16652-7

Klappentext:

Das schlimme an Halbwahrheiten ist, dass immer die falsche Hälfte geglaubt wird

Charlotte wird auf dem Höhepunkt ihrer Karriere gefeuert. Außerdem erhält sie von ihrer Mutter äußerst fragwürdige SMS aus der U-Haft in Grönland. Dann entscheidet sich ihr Immer-mal-wieder-Mann Marc auch noch, endlich in den Hafen der Ehe einzuschiffen - allerdings nicht mit ihr. Und nun? Rein in die rosa Babyelefantenhose und rauf aufs Sofa!

Um Charlotte auf andere Gedanken zu bringen, drückt Freundin Trine ihr Sohnemann Finn aufs Auge. Als es bei einem Zoobesuch zu einem Beinahe-Unfall kommt, steht Charlotte der alleinerziehende Eric als Retter in der Not zur Seite. Weil der jedoch glaubt, Charlotte sei Finns Mutter, geht der Schlamassel erst richtig los ...

Gestaltung:
Der Pinguin ist doch mal mega süß, oder? Und obwohl Pink eigentlich nicht so meine Farbe ist, passt es doch sehr gut zu dem Buch und dem Cover. Einen Bezug zur Geschichte gibt es auch, obwohl ich das nicht direkt gedacht hätte. Wie fast jeder weiß gibt es an der Seite dieses super süße Daumenkino. Das ist wirklich niedlich.

Meinung:
Auf dieses Buch habe ich mich schon lange gefreut, da ich eigentlich nur gute Meinungen gehört habe und es versprach, sehr lustig zu werden. Die Geschichte an sich war schon interessant und unterhaltsam, jedoch waren mir viele Charaktere einfach etwas zu ... sagen wir anstrengend. Es hat mich schon irgendwie mitgerissen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Denn um ehrlich zu sein, war die Liebesgeschichte alles was mich an diesem Buch wirklich interessiert hat. Es hat schon Emotionen übermittelt, allerdings war es für mich nicht wirklich genug. Denn die Charaktere haben mir einfach vieles zunichte gemacht, vor allem Charlottes Freunde. Mona und Trine. Mona war eigentlich noch erträglich, nur dieses Verhalten dass sie nach einiger Zeit bei einem Gespräch mit Charlotte an den Tag gelegt hat, argh. Und Trine ... die hochschwangere Trine. Ich bin schwanger, ich darf alles und jeden anmotzen und mich aufführen wie die Queen. Tut mir leid, bei dieser Frau hätte ich teilweise platzen können. Ob sie gute Freunde für Charlotte waren, das ist jetzt mal so dahingestellt, aber mir hat vor allem Trine nicht gefallen. Und auch mit Charlotte selbst kam ich nicht wirklich gut klar. Vielleicht ist Chick Lit einfach nichts für mich. Das einzige, was mir wirklich gefallen und mich zum lachen gebracht hat, waren Charlottes Mutter und ihre abgefahrenen SMS, die Oma und der kleine Finn. Den fand ich wirklich süß, obwohl er wohl ein ziemlicher Plagegeist gewesen sein soll. Mich zumindest hat er nicht genervt. Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht sehr schwer und auch Charlotte gefiel mir zu Beginn noch sehr gut. Leider ging sie mir mit jeder Seite mehr auf die Nerven. Als sie dann Eric kennen lernte, gab es einen kleinen Lichtblick, denn er ist einer der wenigen Charaktere, die mir gefallen haben. Irgendwie hat dieses Buch auch sehr mit Klischees um sich geworfen. So telefoniert Eric mit einer Frau (hätte seine Schwester, Oma, was weiß ich wer sein können) und Charlotte springt direkt drauf an und denkt sich, dass sie keine Chance hat. Genauso Eric, der auf Charlotte sauer ist, weil sie sich mit einem anderen Mann trifft. Dabei weiß sie noch gar nicht, ob er etwas für sie empfindet. Und dann gibt es ja noch einen anderen Mann in Charlottes Leben. Sorry, aber an der Stelle kann ich nur sagen: Charlotte ist einfach strunzdoof. Der Schreibstil von Frau Sabbag war sehr cool. Frisch und fröhlich und sehr humorvoll. Hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Charaktere:

Charlotte: Was soll ich da jetzt sagen? Sie hat ihren Job verloren, 'ne irre komische Mutter und ja .... Am Anfang war mir Charlotte auf eine witzige Art noch sympathisch. Aber nach und nach flaute das immer mehr ab und sie wurde immer nerviger. Ihr Verhalten und ihre Entscheidungen konnte ich einfach nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, wie man wissentlich in solch blöde Situationen hineinrennt und nicht einmal den Mut aufbringt, ein Missverständnis aufzuklären. Sie war teilweise echt nett und freundlich und hat mich auch unterhalten. Aber ihre Männergeschichten gefielen mir nicht und ließen sie wirklich blöd darstehen. Ich weiß nicht genau, ob ich sie mag oder nicht. Immerhin hat sie echt viel genervt.

Eric: Ein alleinerziehender Mann, der mit seiner super süßen Tochter und seiner netten Art punkten konnte. Sowohl bei Charlotte, als auch bei mir. Eric hatte irgendwie so eine nette, aber auch naive Art. Er hat sich nicht immer toll verhalten und manchmal auch Sachen gemacht, bei denen ich ihn am liebsten an die nächste Wand geklatscht hätte. Trotzdem gefiel mir seine Art irgendwie. Trotz der Naivität, die sowohl süß als auch nervig war.

Marc: Meiner Meinung nach war Marc ein totaler Idiot. Mehr nicht. Er war so ein Trottel, der Charlotte doch nur benutzt hat und nie wirklich ehrlich zu ihr war. Er hat mit ihr gespielt, ihre Gefühle verletzt und sie belogen. Und dann war er auch noch so ein absolut arroganter Vollhonk. Man, wirklich schlimm. Gemocht habe ich ihn nicht eine Minute lang.

Zitate:

Vielleicht ist es nicht wichtig, was uns passiert, dachte ich, sondern vielmehr, welche Entscheidungen wir daraufhin treffen.
Charlotte

Fazit:
Tut mir leid, wenn diese Rezension etwas unstrukturiert ist. Aber diese Charaktere haben mir schon ziemlich was abverlangt. Storytechnisch war es ein gutes Buch für zwischendurch und wenn mir die Protagonistin besser gefallen hätte, wäre bestimmt auch eine bessere Punktzahl heraus gekommen. Es war an sich ja gar nicht schlecht und ich werde mir eventuell den zweiten Teil auch noch zumuten.
So aber bekommt dieses Buch, was mich sehr zwiegespalten hat noch gut gemeinte 3,5/5 Schmetterlingen.

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