Samstag, 5. Juli 2014

Das verdrehte Leben der Amélie - Sommerliebe von India Desjardins

Vorsicht! Da dies der 3. Band einer Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Das verdrehte Leben der Amélie - Sommerliebe
Autor/-in: India Desjardins
Form: Broschiert (319 Seiten)
Verlag: Kosmos
Erscheinungjahr: 2014
Preis: 13,99 €
ISBN: 978-3-440-13809-0

Klappentext:


Endlich Sommerferien! Grund zur Freude? Nicht für Amélie: Sie muss die Ferien ganz allein bei ihrer Großmutter verbringen. Auf dem Land, ohne ihre beste Freundin und ganz ohne Jungs! Mal ehrlich, kann es Schlimmeres geben? Doch dann lernt Amélie Gabriel kennen und das Chaos ist (mal wieder) perfekt ...

Mit 15 ist das Leben ganz schön kompliziert! Doch mit Witz und Coolness übersteht Amélie auch die peinlichsten Situationen.

Gestaltung:
Ich mag das Cover (wie eigentlich immer) und die Farbe gefällt mir richtig gut. Allerdings ist es jetzt nicht die tollste Sommerfarbe. Von der Innengestaltung her hat sich nicht viel verändert, aber es ist immer noch genauso süß wie vorher.

Meinung:
Leider muss ich sagen, dass ich von diesem Band etwas enttäuscht bin. Ich mag ja die Reihe um Amélie sehr und habe die ersten beiden Bände richtig gerne gelesen. Hier hat es mir aber an etwas gefehlt. Als ich es zur Hand nahm, habe ich mich riesig gefreut, weitere Abenteuer mit Amélie zu erleben. Doch während ich zu Beginn der anderen beiden Bände bereits auf den ersten Seiten lachen musste, fand ich hier vielleicht in der zweiten Hälfte etwas witzig. Dem Schreibstil der Autorin fehlte es in diesem Buch etwas an Witz und Charme. Das habe ich leider wirklich vermisst. Denn sonst sind diese Bücher wirklich super um die Laune aufzuheitern. Es beginnt alles einen Monat nach dem Ende des zweiten Bandes. Amélie und Nicholas haben sich getrennt und die Sommerferien stehen vor der Tür. Kat geht auf einen Reiterhof und Amélie muss aufgrund des Urlaubs ihrer Mutter zu ihrer Großmutter aufs Land. Diese lernte man bereits leicht in den ersten Bänden kennen (die Pfannkuchen-Oma). Sie war auch eine tolle Oma und hat mir sehr gut gefallen. Amélie scheint ihren eigentlichen Humor von ihr geerbt zu haben. Aber für Amélie ist das nicht so großartig, so weit weg von allem was sie kennt zu sein. Und dann lernt sie dort auf einmal Gabriel kennen, einen total netten Jungen. Damit fängt das Durcheinander aufs Neue an. Ich muss gestehen, ich habe nicht so ganz durch Amélie hindurchsehen können, in diesem Teil. Mir fehlte es etwas an Verständnis in manchen Situationen. Denn sie ist ja eigentlich ein toughes Mädel, das die richtigen Entscheidungen trifft. Meistens. Aber in diesem Teil konnte ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen wie sonst. Die Geschichte dreht sich vor allem um Amélie und Gabriel und Nicholas. Denn in den ist Amélie immer noch verliebt. Wobei es hier keine typische Dreiecksbeziehung ist. Man bekommt halt mit, in was für einem Gefühlschaos Amélie steckt. Und das hat mich persönlich sehr mitgezogen, denn Amélie ist einfach so ein tolles Mädchen, da musste ich einfach mitfühlen und hoffen und beten, dass sie wieder etwas glücklicher wird. Was nicht bedeutet, dass sie ein Trauerkloß ist. Aber sie hielt sich immer noch mit der Beziehung auf und ist irgendwie nicht vorwärts gekommen. Leider läuft bei Amélie ja nie etwas so, wie eigentlich geplant. Dementsprechend witzig war das Buch dann auch, aber halt nicht so witzig, dass ich ganz oft hätte laut lachen müssen. In den Vorgängern war das nämlich der Fall. Der Humor hat also etwas nachgelassen und auch Amélies Schlagfertigkeit, die viel davon ausmacht, hat gelitten. Denn früher hatte sie immer einen guten Spruch auf den Lippen, dieses mal war da irgendwie nicht so viel davon zu spüren. Trotzdem habe ich es gerne gelesen und wurde gut unterhalten, wenn auch nicht so gut wie zuvor. Vor allem Amélies Oma kennen zu lernen fand ich sehr interessant.

Charaktere:

Amélie: Eine fast 15-jährige, die den Sommer bei ihrer Oma verbringen muss. Der Liebeskummer muss ihr doch sehr zugesetzt haben, denn sie hat an Witz verloren und auch ihre Noten werden schlechter. Dementsprechend auch mal ihre Laune. Sie hat nicht mehr ganz diesen unbekümmerten Eindruck gemacht, wie es ja vorher war. Aber toll war sie trotzdem. Hey, es ist Amélie. Die hat auch mal einen schlechten Tag. Im nächsten Buch wird es hoffentlich alles wieder etwas besser, ihr Leben könnte dann auch etwas besser verlaufen, denke ich. Sie war wie immer witzig und auch schlagfertig, allerdings hat das im Vergleich alles stark nachgelassen. Ich mochte diese unabhängige Amélie mehr. Die ohne Jungs klar kam und sich nicht um diese geschert hat. Aber so ist das halt, Pubertät. Trotzdem ist Amélie eine tolle Person, die ich total gerne habe.

Gabriel: Ein netter Junge, der in dem Ort wohnt, in dem Amélie ihre Ferien verbringt. Die beiden lernen sich kennen und werden Freunde. Gabriels Flirtversuche waren offensichtlich und das sage ich, die von sowas keine Ahnung hat. Das Amélie ihm gefiel, war aber klar. Denn er war hartnäckig und hat nicht lockergelassen, wenn Amélie nicht mitwollte. Aber er war nicht wirklich aufdringlich, sondern trotzdem nett und verständnisvoll. Er und Amélie habe sich wirklich gut verstanden und teilweise fand ich es ganz süß mit den Beiden. Gabriel gefiel mir richtig gut und er war ein toller Kerl.

Großmutter Laflamme: Amélies Großmutter, die wirklich witzig und lieb war. Natürlich war sie auch mal jung und versteht Amélies Gefühlslage. Trotzdem hat sie immer versucht, sie irgendwie aufzuheitern und aus dem Haus zu bekommen (im Sinne von gemeinsamen Spaziergängen etc.) Denn Amélie sollte nicht die ganzen Ferien im Haus verbringen. Sie war sehr tolerant und hatte so eine frische Ausstrahlung. Aber sie konnte auch ernste Gespräche mit Amélie führen. Ich mochte sie sehr, sie hatte so eine typische Oma-Art, man musste sie einfach mögen.

Fazit:
Der Humor hat leider sehr nachgelassen, trotzdem hat mich dieses Buch gut unterhalten und ich bin froh, wenn ich das nächste Mal von Amélie lesen kann. Vor allem ihre Großmutter war eine tolle Frau. Die Geschichte ist gut und interessant, trotzdem würde ich mir beim nächsten Mal wieder eine Amélie ohne Liebeskummer wünschen.
Für dieses Buch gibt es von mir 4/5 Schmetterlinge.

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