Freitag, 22. August 2014

Silber - Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier

Vorsicht! Da dies der 2. Band einer Trilogie ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein. 

Allgemeines:
Titel: Silber - Das zweite Buch der Träume
Autor/-in: Kerstin Gier
Form: Hardcover (405 Seiten)
Verlag: FJB
Erscheinungsjahr: 2014
Preis: 19,99 €
ISBN: 978-3-8414-2167-8
Klappentext:

Liv ist erschüttert: Secrecy kennt ihre intimsten Geheimnisse. Woher nur? Und was verbirgt Henry vor ihr? Welche düstere Gestalt treibt nachts in den endlosen Korridoren der Traumwelt ihr Unwesen? Und warum fängt ihre Schwester Mia plötzlich mit dem Schlafwandeln an?
Albträume, mysteriöse Begegnungen und wilde Verfolgungsjagden tragen nicht gerade zu einem erholsamen Schlaf bei, dabei muss Liv sich doch auch schon tagsüber mit der geballten Problematik einer frischbgebackenen Patchwork-Familie samt intriganter Großmutter herumschlagen.

Und der Tatsache, dass es einige Menschen gibt, die noch eine Rechnung mit ihr offen haben - sowohl tagsüber als auch nachts ...

Gestaltung:
Ich finde ja das Cover noch viel schöner als das erste, obwohl mir hier so ein bisschen das Highlight fehlt. Der erste Teil hatte ja dieses Auge und vielleicht hätte man hier wieder so ein besonderes Zeichen nehmen können, denn die Tür gibt es ja in jedem Teil der Trilogie. Aber ansonsten finde ich das Cover sehr schön, vor allem die Farbe gefällt mir und ich bin gespannt, wie der dritte Teil aussehen wird.

Meinung:
Ich war richtig gespannt auf dieses Buch, denn der erste Teil war ja wirklich klasse. Auch dieses Buch war gut, zumindest hat es mich unterhalten. Viel zu dem Buch an sich kann man gar nicht sagen. Es fängt damit an, dass Liv und Henry sich mal wieder in den Korridoren treffen. Auch wenn man den ersten Band nicht mehr so ganz auf dem Schirm hat, so kann man diesen Band trotzdem lesen, denn es wird sehr viel wiederholt und nacherzählt. In diesem Band stand vor allem Livs Familienleben im Vordergrund, hatte ich so das Gefühl. So hat man viele Situationen in denen Liv und Mia ihre angeheirateten Verwandten trafen und man merkte direkt, dass es nicht mit allen so passen wollte. Vor allem mit der tollen neuen Oma, die das "Bocker" (Biest in Ocker) genannt wird. Dadurch, dass Liv und Mia einen kleinen Hang dazu haben zu rebellieren, bringen sie sich auch mal wieder in Schwierigkeiten. Das bekommt dann auch Secrecy mit und so kommt eins zum anderen. Die Hauptgeschichte, also die Träume, bleiben dabei aber ein bisschen auf der Strecke, hatte ich so das Gefühl. Natürlich lernt man viel Neues kennen und man erfährt schon wieder viel mehr über die Träume. Aber es wirkte mehr wie eine Art kleines Paradies, als etwas Besonderes. Wie soll ich das erklären? Mir hat der Antagonist gefehlt. Denn die alten Antagonisten, Arthur und Anabell, waren nicht mehr wirklich vorhanden. Anabell war in der Psychatrie und Arthur hat versucht, wieder einiges gut zu machen. Mir hat also der Feind gefehlt und das Ziel ebenso. Denn in den Träumen rumzuhängen war einfach nur ein Zeitvertreib für Henry und Liv. Einen wirklich Grund gab es nicht. Klar, ist ja cool, wenn man sich alles einfach erträumen kann. Aber genau das hat mich auch wieder sehr genervt. Denn in ihren Träumen können die beiden einfach alles, selbst ihre Gestalt in einen Windhauch verändern. Das hat mich etwas gestört, einfach weil ich dieses "Alles ist möglich" nicht mochte. Das Ende ist eigentlich ganz cool gewesen, hier kam endlich ein bisschen Spannung auf. Denn das ganze Buch war von der Spannung her irgendwie gleich. Es gab keine richtigen Hochs oder Tiefs, sondern es blieb die ganze Zeit irgendwie gleich. Ich hätte nicht mit diesem Ende gerechnet, auch wenn die ganzen mysteriösen Sachen darauf hingedeutet haben, dass es in diese Richtung geht. Aber am allerbesten an diesem Buch hat mir wirklich Mia gefallen. Die war einfach unglaublich witzig und die Situationen mit ihr haben mich fast immer zum lachen gebracht. Im großen Ganzen war dieses Buch nicht unbedingt das was ich erwartet habe. Es hat mir gefallen und mich unterhalten, aber das lag mehr an Mia und Liv und nicht an der Spannung. 

Charaktere:

Liv: Ein junges Mädchen, dass zum Glück kein 08/15 Mädchen ist. Liv ist immer noch die alte, ein kleiner Nerd und eine kleine Rebellin. Sie hat einen Hang zu Fettnäpfchen und dank Secrecy ist auch ihr Schulalltag nicht so einfach. Und Zuhause kann sie dank ihrer tollen Stiefschwester auch nicht richtig abschalten. Einzig in ihren Träumen kann sie entspannen und sich ganz alleine mit Henry treffen. Was mich an Liv dieses mal etwas gestört hat, war dieses typische, was mir schon öfter negativ aufgefallen ist. Wenn es etwas gibt, dass dich stört oder so, dann zieh es durch und sprich es an. Und genau das macht Liv nicht. Das hat mich schon wieder geärgert. Denn es gibt Sachen die sie stören und entweder spricht sie es nicht an oder sie lässt einen nicht zu Wort kommen.  Das war so das Hauptding was mich an ihr gestört hat. Ansonsten war sie wie immer. Ein bisschen schusselig, ein bisschen übereifrig. Und eine unglaubliche Beschützerin für Mia. Ich mochte sie immer noch, obwohl sie in diesem Band ein bisschen negativ aufgefallen ist. Trotzdem ist Liv eine sehr sympathische und indviduelle Protagonistin.

Henry: Ein lässiger Junge, der nicht zwanghaft versucht, cool zu sein. Sondern er ist einfach cool. Henry nimmt fast alles irgendwie auf die lockere Schulter. Natürlich kann er auch ernst sein, aber es ist nicht so, dass er sofort losstürmt und das Problem sofort aus der Welt schaffen muss. Sondern er ist da eher geduldig und versucht in Ruhe das Problem zu lösen. In diesem Band lernt man Henry viel besser kennen und man erfährt auch etwas über seine Familie. Allerdings gab es hier viele Geheimnisse, die nicht hätten sein müssen. Meiner Meinung nach hätte er einfach ehrlich zu Liv sein sollen, auch wenns schwierig sein sollte. Doch Henry verschweigt ihr einiges und versucht nicht einmal es richtig zu erklären. Dieses mal kam er bei mir nicht so gut an, dieses lockere ging mir manchmal etwas auf den Keks. Da gefiel mir Grayson dieses Mal besser. Trotzdem kann man ganz gut mit ihm auskommen.

Mia: Livs kleine Schwester, die schon im ersten Band super lustig war. Hier war sie noch besser, ich konnte nicht mehr weil Mia so 'ne Tolle war. Denn Mia ist einfach super witzig, sie bringt immer die besten Sprüche, hatte ich so das Gefühl. Sie war einfach klasse und hatte hier eine weitaus größere Rolle als im ersten Band. Sie war so toll, so niedlich und süß.

Fazit:
Die Charaktere waren weitestgehend toll und vor allem Mia war hier einfach fantastisch. Die Story hingegen war irgendwie eintönig, zumindest wenn es um die Träume geht. Man war viel mehr mit Livs Familie beschäftigt und in denen Träumen gab es irgendwie kein Ziel. Dieses Buch war für mich deutlisch schlechter als der erste Band, aber trotzdem unterhaltsam.
Daher gibt es 3,5/5 Schmetterlinge.

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