Sonntag, 9. November 2014

Gelöscht von Teri Terry

Allgemeines:
Titel: Gelöscht
Autor/-in: Teri Terry
Form: Hardcover (429 Seiten)
Verlag: Coppenrath
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 17,95 €
ISBN: 978-3-649-61183-7

Klappentext:

Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.

Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los - hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählt sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern? Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem frühreren Leben eingeholt und begreift allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit - doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen? 

Meinung:
Ich habe von diesem Buch eigentlich nur Gutes gehört und war deswegen umso gespannter, wie es denn werden würde. Als ich es endlich angefangen habe, war ich eigentlich ziemlich überrascht. Denn es war wirklich richtig gut und ich konnte es auf den ersten hundert Seiten nicht weglegen. Es fängt damit an, dass man Kyla kennen lernt, die gerade frisch geslated wurde. Sie erinnert sich an gar nichts, was vor ihrem Krankenhausaufenthalt war. Denn da wird das Slating durchgeführt. Kyla kommt kurz darauf zu ihrer Familie und muss sich neu in die Gesellschaft integrieren. Das muss Kyla so gut es geht gelingen, denn die meisten Leute die geslated wurden, haben vorher schwerwiegende Verbrechen begangen und bekommen so eine zweite Chance. Die Grundidee hinter der Geschichte rund um Kyla und das Slating gefällt mir sehr gut und ist sehr individuell. Klar, es gibt die typischen Genreaspekte, trotzdem ist mir so eine Geschichte noch nicht untergekommen. Es wird viel kontrolliert und natürlich hat sich die Welt verändert. Die Menschen sind nicht mehr frei und werden überall überwacht. Das ganze hat einen total beklemmenden Anklang gegeben, denn in dieser Welt würde ich nicht leben wollen. So an sich klingt ja auch das Slating gar nicht schlecht. Verbrechern die Erinnerungen nehmen. Vielleicht ist das eine gerechte Strafe, vielleicht auch nicht. Denn man erinnert sich ja nicht einmal mehr an die Menschen die man liebt. Allerdings ist auch das Slating beim Näheren hinsehen nicht so eine tolle Möglichkeit. Mehr möchte ich hierzu jetzt aber erst mal nicht sagen. Mir gefiel die Umsetzung dieser Idee sehr gut. Mit Kyla ist der Autorin eine tolle Protagonistin eingefallen, die vor allem sehr neugierig ist. Sie lässt sich nicht alles gefallen und man merkt recht früh, dass sie anders ist als die anderen die geslated wurden. Die Charaktere haben mir eigentlich fast alle gefallen und selbst die, die am Anfang nicht so nett wirkten, mochte ich am Ende doch noch. Mir gefiel die Geschichte echt gut. Es löste bei mir wirklich so ein bisschen Beklemmungen aus, da diese Zukunftsversion doch sehr gruselig ist. Immerhin wird man wirklich immer und überall überwacht. Auch haben es die geslateden Leute nicht leicht, denn sie werden trotz fehlender Erinnerungen von einigen wie Ausgestoßene behandelt. Ich fand es wirklich erschreckend, was einmal aus unserer Welt werden könnte. Denn das hier hat nichts mit Magie oder Übernatürlichem zutun. Es basiert einfach nur auf der Medizin und dem Ausschalten der Erinnerungen im Gehirn. Das ist gruselig. Trotzdem ist es eine gute Geschichte. Ich bin gespannt auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, ihn zu lesen. Denn am Ende vom ersten Band passiert ganz schön viel und was das für Folgen hat, zeigt sich erst noch. Trotzdem bin ich jetzt nicht gehyped wie viele anderen. Es war gut, aber nicht so gut, dass ich es unbedingt lieben müsste oder so.

Charaktere:

Kyla: Ein junges Mädchen, das ungefähr 16 Jahre alt sein müsste. Wenn ich mich jetzt nicht täusche. Kyla ist praktisch neu auf der Welt und muss sich an vieles erst neu gewöhnen und hinterfragen. Dadurch weiß Kyla mitunter nicht so ganz, wie sie sich zu verhalten hat oder was dieses oder jenes bedeutet.  Zudem bringt ihre Neugier sie immer mal wieder in schwierige Situationen. Ich mochte Kyla sehr, denn sie ist nicht wie die anderen geslateden (oder wie auch immer) Leute. Sie lässt sich nicht unterkriegen und rebelliert im Stillen gegen das System. Vor allem ist sie sehr misstrauisch und hinterfragt vieles, was die Regierung tut. Mir gefiel sie wirklich sehr gut, denn mir gefallen selbstsichere Mädchen, die die Sachen selbst in die Hand nehmen.

Ben: Ein Freund von Kyla, der ebenfalls geslated wurde. Ben wirkt wie der nette Junge von nebenan. Er ist lieb und nett und scheint niemandem etwas tun zu wollen oder auch nur das Schlechte zu sehen. Dadurch wirkt er teils etwas naiv. Allerdings ist Ben ihr wirklich ein guter Freund und auch wenn er am Anfang skeptisch ist, lässt er sich schnell von ihr überzeugen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Mir gefiel Ben wirklich sehr gut und ich bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Fazit:
Ein gutes Buch, welches mich wirklich mitgenommen hat. Ich habe die Charaktere in mein Herz geschlossen und ständig mit ihnen mitgelitten. Trotzdem bin ich nicht so gehyped wie andere. Diese Dystopie hat mir wirklich gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.
Dieses Buch bekommt von mir 4,5/5 Schmetterlinge.  

Kommentare:

  1. Hallo Linda,

    O.K. das Buch habe ich leider noch nicht gelesen, aber Danke für die interessante Rezi.

    Nettes Foto von Dir...LG..Karin..

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