Mittwoch, 7. Januar 2015

Solange am Himmel Sterne stehen von Kristin Harmel

Allgemeines:
Titel: Solange am Himmel Sterne stehen
Autor/-in: Kristin Harmel
Form: Taschenbuch (475 Seiten)
Verlag: Blanvalet
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-38121-0

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Klappentext:

Eine Liebe so unvergänglich wie die Sterne am Himmel ...

Rose McKenna liebt den Abend. Wenn am Himmel über Cape Cod die ersten Sterne sichtbar werden, erinnert sie sich - an die Menschen, die sie liebte und verlor, und von denen sie nie jemandem erzählte. Doch Rose hat Alzheimer. Sie weiß, dass bald niemand mehr an das junge Paar denken wird, dass sich einst die Liebe versprach ... 1942 in Paris. Als sie ihre Enkelin Hope bittet, nach Frankreich zu reisen, ahnt diese nichts von der herzzerreißenden Geschichte, die sie dort entdecken wird - von Hoffnung, Schmerz und einer alles überwindenen Liebe ...

Meinung:
Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, hat er mich sofort gehabt. Ich wollte das Buch unbedingt haben und war total gespannt. Als ich es endlich hatte, wollte ich sofort loslesen. Leider wurde meine Vorfreude zu Beginn ein winziges bisschen gedämpft. Es war nicht ganz das, was ich erwartet habe. Zu Beginn lernt man Hope kennen, die seit Jahren ein Familienunternehmen leitet, nämlich eine Bäckerei die ihre Großmutter Rose gegründet hat. Mehr gibt es dazu kaum zusagen, der Rest steht im Klappentext. Ich hatte erwartet ein gutes Buch zu lesen und gut unterhalten zu werden. Was ich nicht erwartet habe, war eine Geschichte, die mich emotional so mitgenommen hat, die mich fesselte und mir so schwer ums Herz werden ließ, wie diese es getan hat. Wow. Wow, einfach wow. Ich ging davon aus, dass dieser Roman mich nicht weiter beschäftigen würde. Stattdessen habe ich noch mehrere Minuten lang nachgedacht und war überrascht, wie sehr mich dieses Buch einfach in seine Welt hineinziehen konnte. Die Charaktere waren toll, auch wenn ich mich manchmal etwas über Hope gewundert habe. Die Atmosphäre war grandios, fabelhaft stimmig und die Emotionen die überbracht wurden, haben mich beinahe zu Tränen gerührt. Ich war unglaublich gefesselt und konnte dieses Buch an vielen Stellen gar nicht mehr weglegen. Die Geschichte, die Vergangenheit von Rose und die Liebe um die es geht .... wow. Mir fehlen teilweise die Worte. Natürlich gibt es viel geschichtliches, was einem hier zu denken gibt. 1942 gehörte ja zur Zeit des Holocaust und die Stellen in denen es darum ging, waren unglaublich tiefgreifend. Da konnte ich nicht anders, als ein beklemmendes Gefühl zu entwickeln und das Buch voller Neugier weiterzulesen. Der Klappentext hält was er verspricht. Dieses Buch ist unglaublich. Ein so schönes Buch, das leider total unterschätzt wird. Die Liebe ist wirklich eine, die alles überwinden kann. Vor allem ist dieses Buch trotz der vielen traurigen Momente voller Mut und Hoffnung. Es vermittelt einem quasi, dass man nie aufhören soll zu glauben und nie aufhören soll nach dem zu suchen, was man will. Ich weiß nicht, wann mich zuletzt ein Buch so aufgewühlt zurückgelassen hat. Es war einfach eine unbeschreiblich schöne, wenn auch traurige Geschichte. Wunderschön.

Charaktere:

Hope: Eine Frau, deren Leben leider nicht wie erhofft verläuft. Hope ist eine tapfere und mutige Frau. Trotzdem gibt es leider viele Probleme. Sie ist geschieden, hat Probleme mit ihrer pubertierenden Tochter und eine Bäckerei, die kurz vor dem Bankrott steht. Und dann kommt ihre Großmutter mit einer fragwürdigen Bitte. Hope als Mutter fand ich manchmal skeptisch, als normale Person gesehen, fand ich sie aber sehr sympathisch und äußerst nett. Obwohl sie sich am Anfang nicht sicher ist, setzt sie sich am Ende voll für ihre Großmutter und auch die Bäckerei ein. Allerdings scheint sie teilweise auch von Selbstzweifeln geplagt zu sein. Denn nichts will wirklich funktionieren. Doch als sie herausfindet, was mit ihrer Großmutter damals passierte, schöpft sie neuen Mut und beginnt, die Dinge anders zu sehen. Hope macht eine totale Wandlung durch in dem Buch und aus einer gestressten Frau, die Angst hat alles zu verlieren wird eine andere. Ich mochte sie wirklich sehr und ich fand es toll, wie sie sich für ihre Großmutter bemüht hat.

Rose: Eine ältere Dame, die an Alzheimer erkrankt ist und deshalb ihre Nicht um einen Gefallen bittet. Von Rose selbst bekommt man gar nicht viel mit. Meistens ist sie nur in Erzählungen oder Flashbacks da. Aber es gibt auch ab und zu mal ein Kapitel aus ihrer Sicht. Rose hat sich für so viel schuldig gefühlt, wofür sie nichts konnte, meiner Meinung nach. Sie ist eine unglaublich mutige Frau, von der ich mir gar nicht vorstellen will, wie sie sich teilweise gefühlt haben muss in all den Jahren, die seit 1942 vergangen sind. Bei dem Gedanken daran kommen mir die Tränen, so sehr hat mich dieses Buch berührt. Ich bewundere Rose, sie hat soviel durchgemacht und es ging ihr so schlecht und trotzdem hatte sie am Ende den Mut, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Sie war so eine tolle Frau.

Zitate:

"Das ist doch alles dasselbe, oder? Die Menschheit hat die Unterschiede geschaffen. Das heißt nicht, dass es nicht derselbe Gott ist."
Rose

"Die Liebe kann Religionen überschreiten."
Elida

Mein persönlicher Soundtrack:

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, dass meine Erwartungen noch übertroffen hat. Ich war gefesselt, ich war gerührt, ich war einfach überwältigt von den ganzen unterschiedlichen Gefühlen die mich beim Lesen begleitet haben. Dieses Buch wird einfach total unterschätzt. Mein absolutes Monatshighlight. 
Dieses Buch bekommt von mir 5/5 Schmetterlinge.
Mein Dank geht an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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