Montag, 23. März 2015

Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben von Joelle Charbonneau

Vorsicht! Da dies der 2. Band einer Trilogie ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.

Allgemeines:
Titel: Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben
Autor/-in: Joelle Charbonneau
Form: Hardcover (414 Seiten)
Verlag: Penhaligon
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 16,99 €

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Klappentext:

Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese.

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der Auslese löschen soll, hat Cia nichts vergessen - weder die schrecklichen Todesfälle noch das, was Tomas getan hat.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die Auslese zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ...

Meinung:
Obwohl der erste Teil der Auslese bereits eineinhalb Jahre her ist, hatte ich keinerlei Probleme mit dem Einstieg. Ich war sofort wieder in der Geschichte und fand es richtig interessant zu erfahren, wie es mit Cia und Tomas weitergeht. Ehrlich gesagt wusste ich nicht so wirklich, wie es nach dem ersten Band (spannend) weitergehen sollte. Das wurde allerdings gut gelöst und es wirkte auch nicht gezwungen, sondern sehr authentisch und passend. Die Atmosphäre war ähnlich spannend wie im ersten Band, jedoch kam mir diese hier nicht so zwingend vor. Mit zwingend meine ich, dass ich nicht dieses Gefühl hatte UNBEDINGT weiter lesen zu müssen. Klar wollte ich wissen wie es weitergeht, aber im ersten Band war es dieses "Wenn ich nicht sofort weiterlese, sterbe ich!"-Gefühl. So extrem wie beim ersten war es dieses Mal nicht. Trotzdem war ich unglaublich neugierig, denn es ist einfach super gut geschrieben. Die Charaktere sind klasse beschrieben, vor allem Cia gefällt mir nach wie vor total gut. Meistens sind zweite Bände ja etwas schlechter als die ersten Bände, hier war das aber nicht der Fall. An Spannung hat es minimal, wirklich nur minimal verloren und ich finde die Idee immer noch genauso gut wie zuvor. Von der Panem-Ähnlichkeit im ersten Band war hier überhaupt nichts mehr zu spüren. Für mich war es undurchschaubar wie es weitergeht und ich fand den Weg, den das Buch eingeschlagen hat sehr interessant. Vor allem am Ende konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Cias Entwicklung gefiel mir unglaublich gut und ihre Entscheidungen konnte ich sehr gut nachvollziehen. Sie ist eine tolle Protagonistin für diese Reihe und mir gefällt diese ganze Verschwörung gegen die Auslese total gut. Auch die Nebencharaktere waren sehr authentisch und ich fand einige von ihnen wirklich sehr sympathisch. Mich hat das Buch total überzeugt, nur mein Bauchgefühl sagt, dass es ganz ganz knapp an der vollen Punktzahl vorbei geschrammt ist. Dieses Buch kann ich wirklich jedem weiterempfehlen und auch wenn es so ein bisschen den Ruf weg hat, wie Panem zu sein, lest es! Es entwickelt sich ganz anders und total interessant, als man annehmen würde. Zu Panem gibt es wirklich ab dem zweiten Band keine Parallelen mehr. Ich bin unglaublich gespannt auf den dritten Band und kann es kaum erwarten, bis dieser erscheint. Leider wird das ja wieder etwas dauern. Aber bis dahin kann ich mir ja ein paar Theorien ausdenken, wie es weiter gehen könnte. Ich freue mich auf jeden Fall sehr auf das Erscheinen des letzten Bandes.

Charaktere:

Cia: Ein junges Mädchen, das den furchtbaren Prozess der Auslese überstanden hat. Sie ist ein unglaublich mutiges und neugieriges Mädchen. Ich mochte Cia bereits im ersten Band sehr gerne und ich mochte sie auch in diesem Band sehr. Sie hat sich aus meiner Sicht nur zum positiven entwickelt. So konnte ich ihre Entscheidungen gut nachvollziehen und mich sehr gut in sie hineinversetzen. Besonders hat mir an ihr gefallen, dass sie zwar misstrauisch war, aber nicht zu sehr. Sie hat schon irgendwie Vertrauenspersonen gefunden, mit denen sie sich zusammen tun konnte, um die Auslese zu stoppen. Generell ist Cias Charakter sehr gelungen. Sie hatte genau die richtige Mischung aus Klugheit, Mut und Wissbegierde, die sie als Protagonistin dieses Buches so gut machen. Sie ist halt nicht das zierliche Standard-Mädchen. Sie muss weder gerettet werden, noch braucht sie irgendwen an ihrer Seite. Notfalls zieht sie das alles alleine durch. Ich fand sie als Hauptperson für diese Trilogie einfach unglaublich gut und ihre Art ist einfach total passend.

Tomas: Ein Junge, der scheinbar auf Cias Seite steht. "Scheinbar" ist in diesem Fall meine eigene Auffassung, es werden im Buch keine Andeutungen dahin gemacht, dass er ein Gegenspieler sein könnte. Nur ich finde ihn ziemlich undurchschaubar und weiß nicht so genau, was ich davon halten soll. Im ersten Band war Tomas ein Junge, der seit langem in Cia verliebt ist und sie unbedingt beschützen wollte. Jetzt weiß ich persönlich nicht mehr, was er ist. Er steht ihr immer noch treu zur Seite und vielleicht ist mein Misstrauen auch total ungerechtfertigt, aber ich glaube da ist was faul an ihm. Dabei weiß ich nicht einmal, was es ist, das mich so denken lässt. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie sich das alles entwickelt.

Fazit:
Ein sehr gelungener zweiter Band, der mich neugierig auf das Ende zurückgelassen hat. Ich kann es kaum erwarten den dritten Band in Händen zu halten. Cia konnte mich mit ihrer Art wieder total begeistern und ich konnte wirklich richtig gut mit ihr mitfühlen. Dieses Buch ist spannend bis zur letzten Seite und zeichnet sich durch eine wirklich passende Protagonistin aus!
Dafür bekommt es 4,5/5 Schmetterlinge.

Vielen Dank an Penhaligon für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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