Donnerstag, 16. April 2015

[Reihenrezension]Die Auserwählten von James Dashner

Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - Im Labyrinth
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 492 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in dem mörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …

Ich habe den ersten Teil bereits einmal gelesen und muss deswegen direkt zu Beginn sagen, dass dadurch viel an Atmosphäre verloren ging. Denn dieses geheimnisvolle fehlte einfach. Im ersten Teil wusste man rein gar nichts. Es wurden einem keine Einblicke oder sonstiges gewährt, nur das was Thomas auch selbst erfahren hat. Und wenn man das Buch dann noch einmal liest, geht einfach diese Atmosphäre verloren. Trotzdem war es sehr spannend und teilweise hat mein Herz wirklich wie bekloppt geklopft, als ich wusste, das es auf das Ende zugeht.  Es hat mich sehr berühren können, denn es gab wirklich einige Stellen, vor allem am Ende, die mich sehr mitgenommen haben. Jedoch nur bei bestimmten Charakteren. Nicht alle sind mir ans Herz gewachsen, einige waren mir einfach egal. Auch wenn diesen vielleicht etwas schlimmes zustieß, so hat mich das in keiner Art und Weise mitgenommen. Das ging tatsächlich nur bei Charakteren wie Thomas oder Newt.  Newt ist sowieso mein absoluter Lieblingscharakter. Die Charaktere waren eigentlich fast alle sympathisch. Eine Ausnahme ist natürlich Gally, der Thomas von Anfang an sehr skeptisch gegenübertritt. Auch Alby fand ich nicht so toll, vielleicht bin ich einfach vom Film verwöhnt worden. Generell finde ich, dass die Charaktere alle zu nett sind im Film. Was einen großen Pluspunkt der Geschichte darstellt ist die unglaubliche Spannung. Zwar ist diese durch das erneute Lesen auch nicht mehr so stark wie beim ersten Mal, aber wann ist das denn schon der Fall. Dieses geheimnisvolle Geflecht rund um das Labyrinth und die Griewer hebt die Spannung stark, obwohl ich wusste, was passiert. Zugleich ist es unglaublich interessant zu erleben, wie die Charaktere alles herausfinden und sich weiterentwickeln. Wie sie über den eigenen Schatten springen und um jeden Preis überleben wollen. Auch wenn es mich emotional doch irgendwie mitgerissen hat, so nur im Inneren. Ich musste nicht weinen oder schmunzeln. Ich hatte mir dieses Mal auch etwas mehr erwartet. Denn ich war megamäßig im Fieber. Ich konnte es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht. Habe mir ständig Videos vom Film Cast angesehen und gedacht, dass es alleine deswegen fünf Schmetterlinge bekommen müsste. Aber irgendwie war es nicht so toll, wie ich mir erhoffte. Es war gut, keine Frage, aber halt kein 5 Schmetterlinge Buch.

Vorsicht! Da dies der zweite Band der Reihe ist, könnten eventuell Spoiler enthalten sein.

Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - In der Brandwüste
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 482 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Sie haben einen Ausweg aus dem tödlichen Labyrinth gefunden und geglaubt, damit wäre alles vorbei. Dass sie frei sein werden und nie mehr um ihr Leben rennen müssen. Doch auf Thomas und seine Freunde wartet das Grauen: sengende Hitze, verbranntes Land und Menschen, die von einem tödlichen Virus befallen sind. Und die undurchsichtigen Schöpfer halten noch immer die Fäden in der Hand. Damit steht den Jungen die nächste Prüfung bevor. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen die Brandwüste durchqueren, sonst sind sie verloren. Und dabei wird ihnen alles abverlangt, sogar ihre Menschlichkeit - doch dazu ist Thomas nicht
bereit!
 
Das hier ist wohl mein Lieblingsband der Trilogie. Dabei sah es am Anfang überhaupt nicht danach aus. Wahrscheinlich lag es am Vorband, aber ich hatte totale Probleme damit, mich für dieses Buch zu begeistern. Die ersten hundert bis hundertfünfzig Seiten habe ich mich richtig durchgequält und gefühlt alle zehn Seiten das Buch wieder zur Seite gelegt. Der erste Band ging so spannend zu Ende, dass der Anfang vom zweiten eine richtige Flaute ausgelöst hat. Es hat mich einfach nicht interessiert irgendwie. Doch als die anfänglichen Schwierigkeiten bereinigt waren, wurde es richtig gut und wieder megaspannend. Es tauchen zwei neue Charaktere auf, denen ich erst einmal skeptisch gegenüberstand. Jorge und Brenda. Jorge konnte ich am Anfang gar nicht leiden, der war so das Alphamännchen, der über Leichen ging. Von Brenda wusste ich bereits, dass sie eine entscheidende Rolle einnehmen würde. Denn wie es so üblich ist bei Jugendbüchern, muss es ja unbedingt eine Dreiecksbeziehung geben. Wobei ich tatsächlich Pro Brenda bin, da Theresa in diesem Band einfach richtigen Mist gebaut hat, den ich ihr nicht verzeihen konnte. Dabei mochte ich ihre Art im ersten Band richtig gerne. In diesem Band geht es tatsächlich raus in die Welt und man sieht, wie diese sich verändert hat. Und das gefällt garantiert niemandem. Das Wetter und die Umgebung stellten teilweise richtige Bedrohungen für die Jungs dar und sie müssen sich echt gegen alles wappnen. Das hat sehr für Spannung gesorgt, vor allem da immer mehr von ihnen sterben. Ich hatte immer Angst, dass es meine Lieblinge erwischt. Zudem stellen auch die vom Brand infizierten Personen eine echte Gefahr dar: Die sogenannten Cranks. Der Virus frisst sich ja quasi durch das Gehirn und das hat man hier tatsächlich an ein paar Beispielen sehen können. Die konnten einem echt Angst einjagen. Es war schön zu sehen, dass die Charaktere sich weiterentwickeln, gleichzeitig haben sie aber mitunter immer mehr von sich selbst verloren. Man weiß nicht so ganz, was ANGST ausheckt, aber so geheimnisvoll wie im ersten Band wirkte es hier nicht. Immerhin weiß man jetzt, was genau dahintersteckt und den Jungs die Erinnerungen genommen hat. Eigentlich ist das hier ein super zweiter Band, der bis auf den schweren Einstieg wirklich klasse war. Tatsächlich war es irgendwann so spannend, dass ich es kaum weglegen konnte. Ich habe bestimmt dreihundert Seiten an einem Tag gelesen (das ist für meine Verhältnisse richtig viel). Selbst wenn ich gewollt hätte, ich hätte es nicht weglegen können. Wäre der Anfang nicht gewesen, hätte ich ihm bestimmt die volle Punktzahl gegeben.

Vorsicht! Da dies der dritte Band der Reihe ist, könnten eventuell Spoiler vorhanden sein.



Allgemeines:
Titel: Die Auserwählten - In der Todeszone
Autor/-in: James Dashner
Form: Taschenbuch (Schuber - Ausgabe, 523 Seiten)
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)

Klappentext:

Statt der versprochenen Freiheit steht Thomas die nächste Prüfung bevor. Mit einem operativen Eingriff soll ihm sein Gedächtnis zurückgegeben werden. Doch Thomas weiß, dass er den Wissenschaftlern von ANGST nicht trauen darf. Deshalb müssen er und seine Freunde so schnell wie möglich fliehen, hinaus in die Todeszone. In eine Welt, in der sich ein tödlicher Virus immer weiter ausbreitet. Und er muss dafür sorgen, dass ANGST ihn nicht länger manipulieren kann. Denn die grausamen Experimente müssen endlich gestoppt werden.

Der letzte Teil, der die Geschichte zu Ende bringen soll. Ich war furchtbar gespannt, welches Ende sich der Autor ausgedacht hat und hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man hier zu einer Lösung komme sollte. Der Anfang war schon sehr spannend und ich kam dieses Mal überraschend schnell rein. ANGST ist hier quasi eine ständige Gefahr und Thomas und seine Freunde müssen zusehen, dass sie nicht wieder gefangen werden. In diesem Band klären sich eigentlich die meisten der Fragen auf. Wenn man die Schuber-Edition hat, findet man hinten drin noch die Geheimakten, wo dann noch ein wenig zusätzliches Wissen auftaucht. Die Charaktere haben sich wieder weiterentwickelt, jedoch fand ich, dass sie sehr viel "herzloser" geworden sind. Teilweise hatte ich wirklich das Gefühl, dass sie über Leichen gehen würden, um ANGST zu entkommen. Teilweise. Es gab auf jeden Fall eine Entwicklung, die mir überhaupt nicht gefällt, was einen bestimmten Charakter angeht. Da musste ich dann auch am Ende richtig weinen. Natürlich sterben weiterhin Charaktere. Darunter einer, der mir echt wichtig war und einer der auf den letzten Seiten erst starb und der mich absolut nicht berührt hat. Dieser Tod hat mich einfach kalt gelassen, mich nicht wirklich gekümmert. Ich muss auch wirklich sagen, dass mich dieser Band nicht so berühren und mitreißen konnte wie die anderen. Die Spannung war da, aber es war viel weniger als noch im zweiten Teil. Mir ist hier irgendwie zu wenig spannendes passiert. Ich weiß gar nicht wieso, aber ich hatte das Gefühl, dass sich die ganzen Vorbereitungen etc. sehr ziehen und es nicht wirklich zur Sache ging. Das Ende war sehr überraschend. Es war zwar logisch und theoretisch gut nachvollziehbar, aber es kam irgendwie so aus dem Nichts. Auf mich hatte es nicht diesen "ist lange geplant, aber wirkt nicht so" Effekt. Es kam irgendwie urplötzlich und ich weiß nicht, was ich von diesem Ende halten soll. Auf der einen Seite gefällt es mir so, da es schon irgendwie schlüssig ist und eigentlich keine Fragen offen lässt. Auf der anderen Seite hätte ich mir etwas anderes erhofft und vor allem auf eine Hoffnung für die ganze Menschheit gebaut. Auf mich wirkte dieser Band tatsächlich etwas schwächer als die Vorgänger. Ich weiß halt nicht, was ich von dem Ende halten soll und das einer von den für mich wichtigen Charakteren gestorben ist. Das hat mich so traurig gemacht. Einen Pluspunkt muss ich noch erwähnen. Und zwar kehrt irgendwie alles zu den Wurzeln zurück und das hat mir sehr gut gefallen. Das verstehen allerdings nur die, die die Bücher auch gelesen haben. Trotzdem ist es etwas schwächer als die anderen Bücher. Trotzdem bin ich schon traurig, dass es jetzt endgültig vorbei ist und sich das ganze Geheimnis um die Auserwählten nun gelüftet hat. Ich hab die Charaktere halt echt lieb gewonnen.


 


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