Freitag, 17. April 2015

Schön - Helenas größter Wunsch von Jana Frey

Allgemeines:
Titel: Schön - Helenas größter Wunsch
Autor/-in: Jana Frey
Form: Taschenbuch (184 Seiten)
Verlag: Fischer
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 6,95 €

Klappentext:

Was ist eine schöne Nase wert?

Für Helena steht fest: Sie hat kein Glück gehabt, als die Gene verteilt wurden. Warum musste sie ausgerechnet das hässliche Kinn von ihrem Vater erben? Und wer braucht schon eine Himmelfahrtsnase? Sie jedenfalls nicht. Helena mag sich selbst nicht mehr anschauen. Soll sie sich unters Messer wagen? 

Meinung:
Ich war relativ skeptisch gegenüber diesem Buch, da ich bereits zwei Bücher der Autorin gelesen habe und mir diese nicht ganz so gut gefallen haben. Wie hat mir also dieses Buch gefallen? Ganz einfach: Ich fand es furchtbar. Es geht also um Helena und Helena findet sich nicht hübsch. Das ist alles worum es in dem Buch theoretisch geht. Natürlich gibt es noch ein paar andere Punkte, wie zum Beispiel Helenas Familienstand und ihre Umgebung. Aber am allermeisten geht es tatsächlich um Helenas Aussehen. Helena hat eine neue Klassenkameradin aus den USA und diese hat sich mal unters Messer gelegt. Deswegen kommt auch Helena auf die Idee, sich operieren zu lassen. Sie redet mit ihren Eltern über die Idee und spart ihr Geld. Erster negativ Punkt: Helenas Eltern sagen einfach zu. Ja, sie kann sich operieren lassen. In der Pubertät haben wir alle Probleme mit uns selbst. Und auch ich habe Probleme mit meinem Äußeren, aber ich käme nie auf die Idee, mich operieren zu lassen. Helenas Eltern versuchen nicht einmal, ihre Tochter umzustimmen. Ich hätte mir echt gewünscht, dass die etwas mehr ausflippen. Sie fragen kurz nach und geben dann ihre Zustimmung. So rein nach dem Motto "Wenns unbedingt sein muss". Hallo? In der Pubertät kommt man auf einen Haufen dummer Ideen und die Eltern treiben einem diese meistens aus. Tut mir leid, wenn ich da mit einer komischen Einstellung rangehe, aber ich denke nun mal, das Eltern in der Hinsicht auf ihre Kinder aufpassen und ihnen eine Alternative weisen müssen. Auch wenn es schwer ist. Es gab Situationen, da konnte ich Helenas Sicht auf die Dinge wirklich nachvollziehen. Da konnte ich sie echt verstehen und mich gut in sie hineinversetzen. Aber andererseits habe ich mich oft gefragt, wie sie so oberflächlich sein kann. So beurteilt sie zum Beispiel den Bruder einer Freundin komplett nach dem Äußeren und hat deswegen direkt ein schlechteres Bild von ihm. Das Ende der Geschichte habe ich wirklich nicht verstanden. Helena fasst einen Entschluss und ich frage mich: Woher und wieso auf einmal? Das konnte ich absolut begreifen. Das ganze Buch lang geht es um ein Thema und als sie fast am Ziel ist, entscheidet sie sich doch dagegen. Woher dieser Geistesblitz? "Ach, ich hab doch keine Lust mehr darauf." Einfach so aus dem Nichts heraus. Das konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Mich hat dieses Buch echt frustriert zurück gelassen. Ich denke mir bei solchen Themen immer: Wo ist die Moral, die Lehre die jungen Mädchen, die dieses Buch vielleicht lesen etwas mit auf den Weg gibt? Hier gab es keine. Es war mehr so nach dem Motto: "Ja, wenn du Lust hast dann leg dich unters Messer und wenn nicht, dann nicht." Das habe ich absolut nicht verstanden und das hat mich furchtbar frustriert, das die Geschichte so zu Ende ging.

Charaktere:

Helena: Ein junges Mädchen, dass Minderwertigkeitskomplexe hat und mit sich selbst nicht zufrieden ist. Und um daran etwas zu ändern, will sie sich unbedingt unters Messer legen. Wunderbar. Obwohl ich selber unter solchen Komplexen leide, ist mir sowas blödes nie in den Sinn gekommen. Ich konnte nachvollziehen, dass sich Helena nicht wohl in ihrer Haut fühlt. Aber deswegen lege ich mich doch nicht unters Messer. Klar, dieser Druck dem Schönheitsideal gerecht zu werden ist echt schlimm, aber jeder ist mal mit sich unzufrieden. Deswegen brauch nicht jeder gleich einen künstlichen Eingriff. Es gibt so viele Alternativen, die man erst einmal ausprobieren kann. Vor allem die Eltern konnte ich hier absolut nicht verstehen. Helena wirkte an sich eigentlich ganz nett, teilweise auch etwas schüchtern. Aber irgendwie bin ich mit ihr absolut nicht warm geworden. Wahrscheinlich lag es genau an dieser ganzen OP Sache.

Fazit:
Ich weiß nicht, was ich von den Büchern der Autorin halten soll. Das hier war das dritte und es hat mir leider nicht wirklich gefallen. Eigentlich gar nicht. Ein gutes Beispiel für junge Mädchen war das hier meiner Meinung nach leider nicht. Ich konnte Helenas Entschluss am Ende einfach nicht nachvollziehen. Stattdessen habe ich mich in großen Stücken über dieses Buch aufregen können. Darüber mag jetzt jeder denken, was er will.
Für dieses Buch gibt es 2/5 Schmetterlinge.
 

Kommentare:

  1. Das klingt ja gar nicht so toll ;( Wenn Helena sich am Ende zu der OP beschließt, würde ich das Buch auch als "schlechtes Vorbild" empfinden!

    Liebe Grüße
    Jessi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ob sie sich entschließt oder nicht, kann ich natürlich nicht verraten. Jedoch fand ich ihre Entscheidung einfach nicht nachvollziehbar. Sie kam von jetzt auf gleich und war quasi aus der Luft gegriffen.

      Liebe Grüße
      Linda

      Löschen