Sonntag, 26. Juli 2015

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren von Sarah N. Harvey

Allgemeines:
Titel: Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren
Autor/-in: Sarah N. Harvey
Form: Taschenbuch (235 Seiten)
Verlag: DTV
Erscheinungsjahr: 2013
Preis: 12,95 €

Klappentext:

Royce ist siebzehn und hat neuerdings eine Aufgabe: Gegen Cash soll er sich um seinen uralten Großvater Arthur kümmern, der alle um sich herum in den Wahnsinn treibt. Keine leichte Herausforderung, meint auch seine Mutter Nina. Aber aus der reinen Geschäftsbeziehung wird bald mehr, und Royce und der exzentrische Arthur kommen einander Schritt für Schritt näher.

Meinung:
Von diesem Buch habe ich noch nie etwas gehört, aber es klang eigentlich nicht schlecht. Deswegen war ich recht neugierig. Was habe ich erwartet? Ich hatte eine schöne und berührende Geschichte über einen alten Greis, der eine Beziehung zu seinem Enkel aufbaut erwartet. Und was habe ich bekommen? Genau das. Es ist eine schöne Geschichte und es wird wirklich viel Liebe sichtbar gemacht. Royce ist ein netter Junge, der allerdings kaum soziale Kontakte hat und dessen Freunde weiter weg wohnen. Er musste nämlich umziehen, wegen der Situation mit seinem Opa. Seine Mama ist eine tolle Frau, die irgendwie nicht den Respekt von ihrem Vater bekommt, die sie eigentlich verdient. Dieser ist nämlich ein alter Greis, der an allem rummeckert und an allem und jedem etwas auszusetzen hat. Er vergrault alle Leute in seiner Gegend und will mit niemandem etwas zu tun haben. Und dann kommt Royce und kümmert sich um seinen Opa. Das ganze ist eine sehr süße Geschichte und wenn ich Royce wäre, hätte ich mich manchmal echt drum drücken wollen. Denn sein Opa Arthur ist am Anfang ein echter Kotzbrocken. Aber es wird noch ein sehr schöner Roman. Denn Arthur und Royce kommen sich näher und Royce erfährt immer mehr über seinen Großvater und warum er so geworden ist. Ich kann nicht behaupten, dass ich Arthur sehr lieb gewonnen habe. Aber Royce ist mir jedoch sehr ans Herz gewachsen. Der Junge ist echt ein toller Bursche. Die Geschichte legt ihren Schwerpunkt auf die Beziehung zwischen Royce und Arthur und das bringt sie auch dem Leser näher. Denn die Beziehung wird einem gut näher gebracht und es ist schön mit anzusehen, wie sich die beiden näher kommen. Aber so vollkommen in ihren Bann ziehen konnte sie mich nicht. Es ist nicht so, dass ich dieses Buch nicht empfehlen würde. Aber es ist leider nichts besonderes, sondern nur eines von vielen Büchern, die ich gelesen habe. Okay, es geht einem sehr nahe und ich war auch kurz vor den Tränen. Aber es bleibt einfach nicht in Erinnerung. Ich schlage es zu und denke nie wieder daran. Ansonsten hat es mich gut unterhalten und ich konnte mich gut mit Royce identifizieren, aber ansonsten ist es einfach nichts besonderes. Trotzdem ein gutes Buch mit einer sehr schönen und emotionalen Geschichte, die ich für zwischendurch empfehlen kann.

Charaktere:

Royce: Ein 17-jähriger Junge, der von seiner Mutter gebeten wird, sich um seinen griesgrämigen Großvater zu kümmern. Royce ist ein guter Junge, der aufgrund einer langwierigen Krankheit nicht mehr zur Schule geht und deshalb Zeit hat, sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Das macht er bei seinem Opa. Er ist ein sehr sympathischer Junge, der leider zu Beginn wie ein kleiner Einsiedlerkrebs wirkt. Er hängt halt die ganze Zeit zu Hause rum und hat nichts zu tun. Aber er kümmert sich sehr gut um seinen Opa und die beiden bauen eine liebevolle Beziehung zu einander auf. Das ist wirklich schön und rührend mit anzusehen. Er ist wirklich ein toller Junge, Sohn und Enkel.

Arthur: Ein alter Griesgram, der in seinem Leben viel rum kam und einen sehr bekannten Namen trägt. Denn Arthur ist ein berühmter Musiker. Aber er behandelt die Menschen alle schlecht und benimmt sich ihnen gegenüber nicht gut. Auch gegenüber Royce ist er am Anfang nicht nett. Aber die beiden bauen eine schöne Bindung zueinander auf. Arthur gibt immer mehr von sich preis und man merkt ihm auch an, dass Royce ihm etwas bedeutet. Eigentlich ist er gar nicht so übel, er ist sogar ein ziemlich cooler Kerl, der eine Menge Blödsinn machen kann. Aber irgendwie konnte ich keine richtige Bindung zu ihm aufbauen. Emotional hat Royce mich sehr viel mehr mitgenommen als sein Opa.

Fazit:
Unterhaltsam? Ja. Mitreißend? Ja. Etwas Besonderes? Nicht unbedingt. Zumindest nicht für mich. Es war nichts, worüber ich noch lange nachgedacht habe, aber es war ein guter Roman über die Bindung, die ein Opa zu seinem Enkel haben kann.
Dafür gibt es 4/5 Schmetterlinge.

 

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