Sonntag, 19. Juli 2015

Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek

Allgemeines:
Titel: Der Seelenbrecher
Autor/-in: Sebastian Fitzek
Form: Taschenbuch (352 Seiten)
Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2008
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetz feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt ...

Meinung:
Ich war bisher ja größtenteils von Sebastian Fitzeks Romanen begeistert. Nun gut, "Noah" mochte ich wirklich nicht. Das war echt Thriller, der mich nicht so sehr begeistert hat. Umso mehr habe ich gehofft, dass mich "Der Seelenbrecher" wieder begeistern kann. Denn ich habe von vielen gehört, dass das sein bestes Buch sein soll. Es tut mir wirklich leid, aber diese Meinung teile ich definitiv nicht. So schlimm wie "Noah" war es nicht, aber es war doch ganz schön enttäuschend. Denn es gibt einfach etwas, das mir gefehlt hat, was für einen guten Thriller aber unabdingbar ist. Die Spannung. Für mich war da von vorne bis hinten keine Spannung drin. Ekel ja, aber keine Spannung. Ich weiß auch überhaupt nicht warum, aber es kam einfach keine auf. Aufgebaut war das alles wie eine Patientenakte und so las es sich auch. Eher wie ein Bericht, als wie ein Thriller. An sich war die Geschichte auch interessant, aber eben nicht spannend oder fesselnd. Es hat mich auch überhaupt nicht emotional packen können. Die Charaktere waren eigentlich ganz sympathisch und es gab welche, die ich wirklich mochte. Aber wie das so ist, sollte man die Charaktere nicht zu sehr ins Herz schließen. Natürlich hatte das Buch auch ein paar unvorhersehbare Wendungen vorzuweisen, die mich wirklich geschockt haben. Ich habe das wirklich nicht erwartet. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, dass diese Person der Seelenbrecher ist. Das konnte ich wirklich nicht durchschauen. Wobei es mir natürlich zwei Minuten vorher einfiel. Hätte ich aufmerksamer gelesen, wäre ich vielleicht viel früher darauf gekommen, da schon ein paar Hinweise versteckt sind. Trotzdem konnte sich bei mir keine Spannung aufbauen. Ich konnte es problemlos weglegen, wann immer ich wollte. Hundertprozentig kann ich leider nicht sagen, woran es lag. Ich tendiere aber dazu, dass diese Aufmachung einer Patientenakte und die Tatsache, dass man von Anfang an wusste, dass der Seelenbrecher auffliegt, dem Ganzen für mich die Spannung genommen hat. Es ist nun einmal so, dass es noch eine Randgeschichte gibt. So wagt ein Professor mit seinen Studenten ein Experiment, dass als sehr gefährlich dargestellt wird. Dabei lesen sie diese Patientenakte. Ich fand das Experiment sehr viel aufregender, als die Akte. Wobei ich nicht einmal wirklich weiß, was ich von dem Ende des Experimentes halten soll. Das Ende war gut und für mich halt endlich nicht durchschaubar. Für mich war es auch so ein kleines Pluspünktchen, dass eine Verbindung zu Viktor Larenz und Anna Spiegel aufgebaut wurde, den Hauptcharakteren aus "Die Therapie". Da war ich schon sehr baff und die Verbindung fand ich auch echt nicht schlecht. Das gefiel mir sehr gut. Trotzdem ist es nicht das beste Buch des Autors. Leider wurden meine Erwartungen nicht erreicht und ich bin schon ein wenig enttäuscht, dass Fitzek in meinem Ansehen im Moment leider nicht steigt.

Charaktere:

Es tut mir sehr leid, aber ich möchte die Charaktere in diesem Buch nicht näher beschreiben, da jeder als Seelenbrecher infrage kommt. Ich möchte keinesfalls jemanden spoilern oder schon vorher unbewusst oder indirekt jemandem Hinweise darauf geben, wer es sein könnte. Ich kann nur so viel sagen: Die Charaktere sind mir weitestgehend sympathisch gewesen und ich hatte einen die ganze Zeit in Verdacht, wäre aber auf das Ende nicht von selbst gekommen.

Fazit:
"Der Seelenbrecher" gilt als das beste Buch von Sebastian Fitzek. Umso größer waren meine Hoffnungen und Erwartungen. Leider vergebens. Ich bin enttäuscht und kann dieses Buch nicht wirklich als "Psychothriller" bezeichnen. Interessant war es schon, aber eher wegen dem Experiment des Professors, was auch nicht so berauschend war. Ich bin wirklich traurig, dass mich dieses Buch nicht überzeugen kann.
Daher kann ich dem Buch leider nicht mehr als 3/5 Schmetterlinge.
 

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