Dienstag, 21. Juli 2015

Der Wald von Richard Laymon

Allgemeines:
Titel: Der Wald
Autor/-in: Richard Laymon
Form: Taschenbuch (415 Seiten)
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Eigentlich sollte es ein entspannender Campingausflug werden. Zwei Familien aus Los Angeles trampen durch die Wälder Kaliforniens und erzählen sich am Lagerfeuer Gruselgeschichten. Bis eine dieser Geschichten Wirklichkeit wird und der Urlaub ein jähes Ende nimmt: Nach einem brutalen Überfall von Hinterwäldler gelingt die Flucht - doch die Großstädter werden verflucht, und das Böse sucht sie auch in L.A. heim.

Meinung:
Vor meinem ersten Horrorbuch hatte ich richtig Angst, vor allem da Laymon ja doch ein sehr bekannter Autor ist und ich viel von ihm gehört habe. Ich hatte echt mächtig Schiss, dass ich nachts nicht schlafen können würde. Aber am Ende war ich so gespannt, dass ich es nicht mehr abwarten konnte. Letztendlich war es gar nicht so schlimm, wie ich erwartet habe. Der Anfang war sehr interessant und ich kam sehr gut in die Geschichte rein. Schon zu Beginn konnte ich es kaum weglegen und ich habe es innerhalb von drei Tagen beendet, obwohl ich arbeiten war. Es war spannend und fesselnd und wirklich gut. Aber nicht so Horrormäßig, wie ich erwartet habe. Indem Aspekt waren wahrscheinlich meine Erwartungen doch etwas zu hoch. Es ist spannend und selbst die Geschichte der Hinterwäldler ist sehr interessant, zumindest die weibliche Hinterwäldlerin wirkt recht vernünftig und gar nicht böse. Die Familien waren ebenfalls sehr sympathisch. Von Richard Laymon habe ich gehört, dass er seine sexuellen Fantasien in seinen Büchern auslebt. Das kann ich auch so bestätigen. Es war jetzt nicht schlimmer als in "Shades of Grey" oder so, aber es war halt Sex vorhanden, aber halt nichts groß außergewöhnliches. Jedoch schreckt der Autor nicht vor traumatisierenden Ereignissen oder Ähnlichem zurück um das nötige Drama oder auch den Ekel mit zu verpacken. Wobei es schon echt eklige Sachen gab, wo mir auch richtig schlecht wurde. Das Buch war auch wirklich gut, es ließ mich begeistert zurück, aber ich habe einfach schon schlimmeres gelesen. Die Charaktere waren gut, die Familienmitglieder weitestgehend sympathisch und es gab auch welche, die mir wirklich gut gefallen haben und die ich echt sehr authentisch fand. Abgesehen von dem fehlenden Horror, war es ein richtig gutes Buch, dass mich echt begeistert hat. Ich meine, es war schon Horror vorhanden, aber nicht so viel wie ich erwartet hatte. So richtig extrem gegruselt, hat es mich nämlich nicht. Da gab es schon Bücher, z.B. von Cody McFadyen, die ich schlimmer fand. Aber ansonsten war es ein richtig gutes Buch. Ich bin wirklich begeistert und freue mich schon wahnsinnig auf das nächste Buch des Autors.

Charaktere:
(Ich muss gestehen, dass ich die Familiennamen vergessen habe und sie deswegen einfach nur Familie 1 und Familie 2 nennen werde)

Familie 1: Da hätten wir Familienvater Scott mit seiner Freundin Karen und seinen beiden Kindern Julie (16 Jahre alt) und Benny (13 Jahre alt). Die Familie ist eine etwas problematischere Familie. Karen lernt Benny und Julia erst auf dem Campingausflug kennen, wobei Julie ihr auf einem schwierigen Fuß gegenübersteht und Benny sich sofort in sie verknallt. Scott liebt sie und er ist seinen Kindern gegenüber ein guter und liebevoller Vater. Zu "Flash", dem Familienvater der anderen Familie hat Scott ein sehr kumpelhaftes Verhältnis. Die Familien sind sich sonst nicht weiter bekannt. Karen ist eine gute Frau, die versucht zu den Kindern eine gute Bindung aufzubauen, aber auch viel Verständnis hat. Julie ist die typische Zicke. Sie versteht sich sehr gut mit Nick und zankt sich gerne mit Benny, da schwingt dann immer der typische Spott der älteren Geschwister mit. Benny ist ein süßer Junge und der einzige, der die wahre Gefahr entdeckt.

Familie 2: Zu dieser Familie gehören Arnold "Flash" Gordon, seine Frau Alice, sein Sohn Nick (17 Jahre alt) und die Zwillinge Heather und Rose (ca. 10 Jahre alt). "Flash" ist der typische Kneipentyp. Er blödelt viel mit Scott rum und schaut auch mal Karen hinterher. Trotzdem merkt man, dass er seine Frau wirklich liebt und auch für seine Kinder alles tun würde. Alice ist sehr unscheinbar, sie hält sich aus vielem raus und achtet mehr auf die Zwillinge. Diese sind wiederum kleine Zicken. Rose hat ein großes Mundwerk und ist auch frech, Heather ist im Gegensatz niedlich, schüchtern und ruhig. Nick versteht sich gut mit Julie, aber auch mit Scott und zudem ist er sehr bedacht. Zwar lässt er sich auch mal zu was mitreißen, aber er verliert dabei nie den Überblick.

Fazit:
Ein sehr gutes Buch, dass mich begeistert hat und weswegen ich mich wirklich sehr auf das nächste Buch des Autors freue. Dafür, dass ich soviel Angst davor hatte, ist es eher milder gewesen. Aber spannend war es trotzdem und daher von mir eine absolute Empfehlung. Vorsicht ist aber geboten, denn eklig wird es auf jeden Fall. Leider hält es nicht ganz das, was es verspricht.
Daher gibt es 4/5 Schmetterlinge.

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