Mittwoch, 29. Juli 2015

Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

Allgemeines:
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor/-in: Jay Asher
Form: Taschenbuch (282 Seiten)
Verlag: Goldmann
Erscheinungsjahr: 2012
Preis: 9,99 €

Klappentext:

Es brauchte nicht viel, um Hannah in den Selbstmord zu treiben. Es braucht unendlich viel, um mit ihrem Tod leben zu können.
Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit 13 Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf "Play" - und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat.
Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. Dreizehn Personen hatten ihren Anteil daran.
Clay ist einer davon ...

Meinung:
Das Buch ist ja sehr bekannt und wurde mir auch sehr oft bereits empfohlen. Jetzt habe ich es angefangen und war ... naja, minder begeistert. Die Grundidee ist eigentlich gar nicht schlecht. Was mir fehlte, war das Verständnis für die Charaktere. Vor allem für Hannah. Der Anfang war eigentlich nicht schlecht. Für mich persönlich war es etwas langweilig am Anfang, aber nur auf den ersten Seiten. Und wie gesagt, die Grundidee ist ja sehr gut und ich fand die Geschichte auch interessant. Aber ich war auch echt sauer. Denn ich kann Hannah nicht verstehen. Okay, sie hat Selbstmord begangen und ich möchte darüber an sich nicht urteilen. Ich möchte hier keinesfalls allgemein urteilen, denn jeder Mensch entscheidet selbst über sein Leben und jeder hat eine individuelle Grenze, was er ertragen kann und wann es zu viel ist. Aber hier geht es um eine fiktive Figur und um einen Jugendroman, der mitunter eine beeinflussende Position für den ein oder anderen Jugendlichen hat. Hannah zählt also dreizehn Menschen auf, die Schuld an ihrem Selbstmord haben sollen. Direkt zu Beginn wird klar, dass Hannah ein ziemliches Schlampen-Image hat. Da ist was schief gelaufen und es wurden Gerüchte gestreut. Okay, einen schlechten Ruf kann man leicht bekommen, wenn man sich mit den falschen Leuten abgibt. Aber meiner Meinung nach hat Hannah weder richtig versucht, dieses Problem aus der Welt zu schaffen, noch hat sie die verantwortliche Person zur Rede gestellt. Zudem hat sie eigentlich noch dafür gesorgt, dass an den Gerüchten nicht gezweifelt wird. So hat sie sich zum Beispiel extra in Pose geworfen, als jemand von ihr Fotos gemacht hat. Eigentlich wird über ihren Ruf gar nicht so viel gesprochen, sie wird nicht von allen gehasst, aber für muss es wohl alles furchtbar gewesen sein. Vielleicht bin ich auch etwas abgestumpft was das angeht, aber ich finde, sie hat mitunter Leute wegen Kleinigkeiten für ihren Tod verantwortlich gemacht. Wegen dummen Jungen streichen. Oder sie hat den Mund nicht aufgemacht und nicht bei der richtigen Person um Hilfe gebeten. Und macht dieser dann Vorwürfe, weil sie wohl nicht da war. An sich war die Grundidee wirklich gut, aber an den Charakteren hat es für mich stark gehapert. Denn ich konnte absolut keine emotionale Bindung aufbauen. Ich war gegenüber Clay sehr skeptisch und wirklich berühren konnte mich dieses Buch einfach nicht. Weder Hannah noch Clay konnten mich mitnehmen. Die einzige Empfindung die ich mit diesem Buch verbinde, ist die Wut auf Hannah.

Charaktere:

Clay: Ein Junge, der Hannah sehr gern hatte, sie aber eher aus der Ferne beobachtete. Clay kam auf mich eher wie ein ruhiger Junge rüber, der sehr schüchtern war, sehr unauffällig. Clay ist quasi unser männlicher Protagonist, derjenige, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben wurde. Ehrlich gesagt mochte ich Clay nicht so besonders. Das heißt nicht, das ich ihn nicht mochte. Er ist mir einfach gleichgültig, ich konnte keine Bindung zu ihm aufbauen. Allerdings konnte ich auch sein Verhalten nicht wirklich verstehen. Er hätte meiner Meinung nach des öfteren anders handeln können.  Das mochte ich an ihm leider weniger, denn manchmal muss man einfach den Mund aufmachen. Sowohl für ihn, als auch für Hannah gilt. das.

Hannah: Ein junges Mädchen, dass sich dafür entschieden hat, ihr Leben zu beenden. Und allen anderen daran die Schuld geben möchte. Ich glaube meinen Standpunkt ihr gegenüber habe ich weitestgehend klargemacht. Also Hannah war so gar nicht mein Fall. Ich konnte mit ihr nichts anfangen, denn ich konnte mich nie in sie hineinversetzen oder ihre Entscheidungen auch nur annähernd nachvollziehen. Irgendwie war sie absolut nicht mein Fall.

Fazit:
Ein Buch, dass mich leider absolut enttäuscht hat und welches ich auch nicht unbedingt weiter empfehlen würde. Für mich leider ein Reinfall, da ich mich mit Hannah einfach absolut nicht anfreunden konnte und für mich einfach nicht wirklich verständliche Beweggründe vorhanden waren.
Daher bekommt das Buch 3/5 Schmetterlinge.

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