Donnerstag, 13. August 2015

Das Lachen der Yanomami von Nina Hutzfeldt

Allgemeines:
Titel: Das Lachen der Yanomami
Autor/-in: Nina Hutzfeldt
Form: E-Book (243 Seiten)
Verlag: neobooks Self-Publishing
Erscheinungsjahr: 2015
Preis: 4,99 €

Klappentext:

Als Helene stirbt, steht Andrea vor einem Scherbenhaufen. Sie hat nicht nur ihre Mutter verloren, sondern auch eine enge Freundin. Beim Ausräumen der Wohnung findet Andrea einen geheimnisvollen Brief, der einen Hinweis auf ihren unbekannten Vater enthält. Ihre Freundin Mareike bestärkt sie in ihrem Wunsch, ihren Vater kennenzulernen.

Doch wo ist er und wie soll sie ihn finden?

1993: Samuel unternimmt mit Jean eine Abenteuerreise in den Regenwald Amazoniens. Niemals hätte er erwartet, was ihm dort widerfährt. Er trifft nicht nur auf einen besonderen Menschen, sondern erkennt auch sein wahres Ich und fängt an, an seinem alten Leben zu zweifeln.

Was will er wirklich?

Meinung:
Die Bücher der Autorin lese ich ja ganz gerne und als sie mich gefragt hat, ob ich dieses Buch lesen möchte, konnte ich einfach nicht wiederstehen. Der Einstieg ging auch wieder recht schnell und ich fand die Grundidee sehr gut. Das Buch geht wieder in die Richtung, die es auch in den vorherigen Büchern gab, jedoch fand ich es im Vergleich zu den beiden ersten Büchern der Autorin, die ich gelesen habe, etwas schwächer. Das liegt leider vor allem daran, dass mich die Charaktere dieses Mal nicht so sehr begeistern konnten und ich auf emotionaler Ebene nicht so mitgenommen war. Ich fand die Geschiche sehr interessant und auch die Charaktere waren interessesant, jedoch irgendwie konnte ich mich mit keinem von ihnen wirklich identifizieren. Eine der beiden Töchter von Samual, Faith, konnte ich da noch am ehesten verstehen. Ich kann nicht so genau beschreiben warum, aber sonst hat mich die Geschichte wirklich immer total mitnehmen können, vor allem durch die Charaktere. Hier fehlte mir das leider vollkommen. Die Charaktere waren nicht unsympathisch, ich fand die meisten eigentlich auch ganz nett. Jedoch konnte ich weder eine große Entwicklung ausmachen, noch konnte ich mich in die Charakter hineinversetzen. Da hatte ich wirklich bei allen totale Probleme. Ich will nicht behaupten, dass das Buch schlecht ist, auf keinen Fall. Die Geschichte gefiel mir auch ganz gut, jedoch war sie durch die Charaktere eher neutral zu lesen. Wie als wäre ich eine Kamera, die aus der Ferne filmt. Potenzial war auf jeden Fall da und die Entwicklung der Geschichte und auch die Atmosphäre waren gut. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und auch leicht verständlich. Ich kann leider wirklich nicht bennennen, warum ich solche Probleme bezüglich der Bindung zu den Charakteren hatte. Denn ich weiß, dass die Autorin sehr gute Romane schreibt, die mich wirklich emotional an meine Grenzen bringen. Ähnliches hatte ich mir auch hier erwartet. Jedoch bin ich jetzt leider wirklich ein minimales bisschen enttäuscht, da es leider nicht so gut war wie die anderen. Aber so etwas kommt auch mal vor und ich werde definitiv auch die nächsten Werke der Autorin lesen. Denn ich weiß, dass sie mich begeistern können. Vielleicht ist es ja bei anderen anders und das Buch hat mich einfach auf dem falschen Fuß erwischt. Ich meine, schlecht war es nicht. Aber es war nicht eine so grandiose emotionale Achterbahnfahrt wie die anderen.

Charaktere:

Andrea: Eine Lehrerin, die vor kurzem ihre Mutter verloren hat und jetzt auf der Suche nach ihrem Vater ist. Ich konnte zu ihr leider keinerlei Draht aufbauen und war auch nicht so begeistert von ihren Handlungen. Da konnte ich ihre Entscheidungen leider überhaupt nicht nachvollziehen und auch so mit dem hineinversetzen hat das nicht so geklappt. Das fand ich sehr schade. Denn sie ist an sich sympathisch und hätte Potenzial gehabt, dass ich sie wirklich in mein Herz hätte schließen können. Aber das war leider nicht der Fall.

Samuel: Ein Familienvater, der mit einem alten Freund seines Vaters auf Gold suche geht. Allerdings entpuppt sich das Ganze als nicht so toll. Auch mit Samuel bin ich leider nicht sehr warm geworden. Es ist eher auf der neutralen Ebene geblieben. Wobei ich auch bei ihm sehr viele Entscheidungen nicht verstehen konnte. Vieles was er getan hat, entzog sich einfach meinem Verständnis. Auch sein Verhalten gegenüber seiner Familie fand ich nicht in Ordnung. Trotzdem gab es zumindest ein paar Dinge, die ich verstehen konnte und wo er genau so gehandelt hat, wie ich es gehofft habe. Leider gab es trotzdem keine wirklichen Bindungen zwischen uns, sehr schade.

Fazit:
Ein Roman, der von der Grundidee und der Entwicklung der Geschichte gut durchdacht ist, mich aber leider nicht so begeistern konnte. Es ist keinesfalls ein schlechtes Buch, jedoch konnten mich dieses Mal die Charaktere wirklich nicht erreichen. Das hat mir leider vieles genommen, denn meistens sind es vor allem die Charaktere, die mich auf emotionaler Ebene total mitreißen.
Vielen lieben Dank an die Autorin Nina Hutzfeldt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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