Samstag, 21. November 2015

Die Jagd von Richard Laymon

Allgemeines:
Titel: Die Jagd
Autor/-in: Richard Laymon
Form: Taschenbuch (527 Seiten)
Verlag: Heyne Hardcore
Erscheinungsjahr: 2009
Preis: 9,95 €

Klappentext:

Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Und nur deshalb ist sie noch am Leben - zumindest bis jetzt. Sie ist zu Besuch bei ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer das Haus stürmt und ein Massaker anrichtet. Evelyn selbst wird auf einem Speer aufgespießt, und nur Jody und Evelyns jüngerem Bruder Andy gelingt die Flucht. Doch einer der Mörder hat sie gesehen - die Jagd ist eröffnet ...

Meinung:
Dieses Buch wollte ich zu Halloween lesen und war schon sehr gespannt, da mir das erste Buch von Richard Laymon ja super gefallen hat. Ich habe gehofft, dass es mich wieder so packt und begeistert. Aber ich muss direkt sagen, dass dieses Buch von einem ganz anderen Schlag ist als "Der Wald". Denn hier geht es richtig zur Sache, was Gewalt, Sex und Blut angeht. Und für mich, muss ich wirklich gestehen, war das zu viel. Nach ungefähr hundert Seiten musste ich das Buch weglegen und hatte wirklich, wirklich Angst, weiterzulesen. Denn an sich ist das Buch zwar brutal und blutig, aber das war nicht einmal das Schlimmste, das hätte ich vielleicht verkraften können. Aber das Buch wird teilweise aus der Sicht von Simon erzählt. Simon ist einer der Jäger und nimmt quasi alles auf Band auf. Und zwar wirklich alles. Er erzählt die ganze Geschichte von seiner Gruppe von Anfang an und das ist wirklich schrecklich. Wie sie morden und was sie den Menschen antun ist einfach unfassbar. Und leider kann das wirklich passieren. Es kann tatsächlich passieren, dass jemand in dein Haus einbricht und grauenvolles tut. Die Personen in diesem Buch, also die Jäger zumindest, sind komplette Psychopathen. Wenn Simons Erzählungen dran waren, wollte ich wirklich nicht mehr weiterlesen. Ich fand das es wirklich der blanke Horror war. Für mich war es wirklich nichts, hier habe ich meine Grenzen überschritten. Meine Paranoia stieg einfach ins Unermessliche, während ich dieses Buch gelesen habe. Der einzige Grund um weiterzulesen waren Jody und Andy. Die beiden können einem nur leid tun. Was sie erleben müssen ist einfach schrecklich und diese Nacht verbindet die beiden. Und sie verbindet auch einen selbst, weil ich einfach wissen musste, wie es weitergeht. Man kann einfach nicht anders als die beiden zu mögen. Was mir allerdings negativ aufgefallen ist, war die Darstellung von Jodys Körper in Andys Augen. Klar, der Kleine ist 12 und am Anfang der Pubertät. Aber ich kann nicht glauben, dass er Jody wirklich so extrem sieht oder solche merkwürdige Gesten, Andeutungen macht etc. Das fand ich nicht ganz passend. An sich ist es bestimmt ein gutes Buch und wenn es nur um Jody und Andy ging, hat es mir auch gut gefallen. Aber ansonsten ist es leider nicht meins gewesen, für mich war es einfach zu schrecklich.

Charaktere:

Jody: Ein junges Mädchen, dass einiges auf dem Kasten hat. Sie schafft es Andy und sich zu retten und lebt von da an auf der Flucht. Jody ist sehr schlau und ist ein sehr toughes Mädel, was sie auch beweist. Allerdings kann ich ihre Paranoia auch total verstehen. Mir gefiel sie ganz gut und ich mochte ihre Art. Vor allem ihr Umgang mit Andy gefiel mir sehr oft, da sie ihn fast wie ihren eigenen kleinen Bruder behandelt. Das mochte ich sehr an ihr.

Andy: Ein zwölfjähriger Junge, der in einer Nacht seine ganze Familie verliert. Jody kann ihn retten und das schweißt die beiden zusammen. Andy ist ein kleiner Frechdachs, dessen emotionale Seite man aber auch kennen lernt. Er ist anscheinend schon eine Weile in Jody verliebt und reißt immer ein paar Sprüche in ihrer Gegenwart. An sich mochte ich Andy und ich musste ihn einfach in mein Herz schließen. Allerdings war seine Sprache meiner Meinung nach der eines 12-jährigen nicht angemessen. Ich glaube einfach nicht, dass die in dem Alter schon solche Sprüche reißen, wie er es getan hat. Aber er war an sich wirklich ein sehr netter und lieber Charakter, den ich wirklich in mein Herz schließen musste.

Fazit:
Nach meinem ersten Laymon-Buch war ich wohl etwas zu euphorisch, denn mit diesem habe ich mir zu viel zugemutet. Eine Chance möchte ich dem Autoren noch geben, auch wenn ich tatsächlich große Angst habe. Denn dieses Buch kann ich kaum anschauen ohne an den Horror denken zu müssen, den ich damit verbinde. Eigentlich eine gute Geschichte, die bestimmt viele Anhänger findet, mich allerdings zu sehr verschreckt hat.
Deshalb möchte ich dem Buch auch keine Wertung geben, da ich die Geschichte meiner Meinung nach nicht objektiv genug bewerten kann.

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